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Sixt Leasing

Leasing-Flotte aufgebaut Sixt Leasing: Verkäufe brummen

Stand: 19.08.2015, 15:33 Uhr

Die Tochter des Autovermieters Sixt hatte seit dem Börsengang im Mai eher einen schweren Stand - allerdings nur auf dem Kurszettel. Die Geschäfte laufen rund, wie die Halbjahresbilanz zeigt.

Vielleicht ist das der Impuls, den der Titel gebraucht hat. Seit dem IPO pendelt die Sixt-Leasing-Aktie unweit des Ausgabepreises von 20 Euro in einer engen Spanne auf und ab. Kurz nach dem Börsengang waren einmal 22 Euro erreicht worden, danach ging es wieder auf Ausgangsniveau hinab.

Hohe Verkaufsumsätze

Die geschäftliche Lage des Unternehmens ist durchaus gut für höhere Kurse, zumindest stimmt die Wachstumsfantasie noch bei Sixt Leasing. Der Konzernumsatz stieg um 21 Prozent auf 329,1 Millionen Euro. Das üppige Wachstum ist allerdings vor allem auf hohe Verkaufszahlen zurückzuführen. Sixt Leasing hatte während der vergangenen Jahre unter dem Dach der Konzernmutter Sixt eine Flotte von verleasten Fahrzeugen aufgebaut, die nun langsam wieder abgebaut, sprich an Kunden nach dem Ablauf der Leasing-Verträge verkauft wird. Das entsprechende Unternehmenssegment wuchs um 83 Prozent auf 113,2 Millionen Euro.

Im eigentlichen Leasing-Geschäft stiegen die Erlöse deutlich weniger stark um 2,8 Prozent auf 215,9 Millionen Euro.

Zehn Millionen unter dem Strich

Auf der Ergebnisseite stieg der Gewinn vor Steuern im Halbjahr um 43 Prozent auf 13,7 Millionen Euro. Unter dem Strich, also nach Steuern, verdiente Sixt Leasing 42 Prozent mehr: 10 Millionen Euro. Die Zahl der Verträge in den beiden Segmenten Leasing und Flottenmanagement liegt laut Unternehmensangaben bei 91.200. Aus dem Verkauf der gebrauchten Leasingfahrzeuge wird laut dem Unternehmen kein nennenswerter Ertrag erwirtschaftet, weil die Fahrzeuge größtenteils an die Händler zu festgelegten Konditionen zurückgegeben werden. Das Ergebnis wird also im reinen Leasinggeschäft (Finanzierung und Dienstleistungen) erwirtschaftet.

Vorstandschef Rudolf Rizzolli zeigte sich am Mittwochmorgen zufrieden mit der Entwicklung. Der Fokus des Unternehmens liege weiterhin auf einer Strategie des "qualitativen Wachstums" mit dem "Fokus auf Profitabilitätssteigerung".

Mutter noch an Bord

Die Konzernmutter Sixt, die der Tochter noch vor dem Börsengang 30 Millionen Euro an Eigenkapital zugeführt hat, ist derzeit noch mit 41,9 Prozent an der Sixt Leasing beteiligt, 58,1 Prozent liegen im Streubesitz.

AB