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Wirbelndes Sixt-Logo

Sixt-Aktie knackt neues Allzeithoch Sixt bleibt auf Vollgas

Stand: 13.05.2016, 12:21 Uhr

Deutschlands größter Autovermieter startet bei seinem Expansionszug im Ausland so richtig durch. Erstmals fuhr Sixt mehr Geld außerhalb Deutschlands als in der Heimat ein. Da startet auch die Sixt-Aktie durch - auf einen neuen Rekord.

Das gefällt Investoren: Sixt hat im ersten Quartal seinen Umsatz um 16 Prozent gesteigert auf 538 Millionen Euro. Während der Vermietumsatz in Deutschland um fünf Prozent wuchs, kletterte er im Ausland um 19 Prozent aufwärts.

Der Mietwagen-Anbieter profitierte kräftig vom Reiseboom nach Spanien, der wegen der Krisen und Flüchtlingsströme rund ums östliche Mittelmeer ausgebrochen ist. Das Vorsteuerergebnis (EBT) legte nicht ganz so kräftig zu, um knapp elf Prozent auf 31 Millionen Euro. Das lag an den höheren Kosten für Expansion und Marketing. Der teure Ausbau der Stationsnetze in Europa und den USA oder der Start des Chauffeurdienstes MyDriver im Ausland hat die Entwicklung gebremst, hieß es.

Schneller als die Konkurrenz

Wegen deutlich höherer Steuern blieb unter dem Strich nicht mehr übrig als vor einem Jahr - 21 Millionen Euro. Vorstandschef Erich Sixt zeigte sich zufrieden: "Nach den vergangenen Rekordjahren hat Sixt auch 2016 einen guten Start hingelegt." Das Unternehmen wachse schneller als die Konkurrenz und habe mit dem Überschreiten der 50-Prozent-Marke beim Auslandsanteil an den Vermietungserlösen "ein wichtiges strategisches Ziel erreicht".

Die Leasingerlöse gingen im ersten Quartal allerdings leicht zurück; für Ausgleich sorgten in dieser Sparte höhere Einnahmen aus dem Verkauf von Gebrauchtwagen.

Weil die Expansion auch im Gesamtjahr viel Geld verschlingen dürfte, rechnet Sixt für 2016 mit einem stagnierenden bis leicht steigenden Gewinn vor Steuern, ausgehend von 185,2 Millionen Euro im vorigen Jahr. Sixt bestätigte sein Jahresziel, den Umsatz leicht zu steigern. 2015 lag er bei 1,94 Milliarden Euro.

Sixt-Aktie sticht Indizes aus

An der Börse kam die Quartalsbilanz gut an. Die Sixt-Aktie schoss auf ein neues Allzeithoch von 51,64 Euro. Beachtlich, wenn man bedenkt, dass Dax & Co weit unter ihren Rekordständen notieren.

Analysten lobten das Zahlenwerk, das Analysehaus Warburg Research wiederholte seine Kaufempfehlung mit dem Kursziel von 61 Euro. Das Vermietgeschäft sei dank der Expansion im Ausland stärker gewachsen als gedacht, schrieb Analyst Marc-Rene Tonn. Der Vorsteuergewinn liege auf dem Niveau der Erwartungen.

Auch die Baader Bank erneuerte ihre Kaufempfehlung, hier allerdings ließ Analyst Christian Weiz das Kursziel bei nur 52 Euro. Der Autovermieter sei solide ins Jahr gestartet, so der Experte, die internationale Expansion habe aber wie erwartet belastet.

bs

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