Siemens-Zentrale in München

Siemens will an Energiesparte nur 30 Prozent

Stand: 09.03.2020, 18:42 Uhr

Siemens: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Siemens will sich beim Börsengang seiner Energie-Sparte im Herbst Finanzkreisen zufolge von Anfang an auf eine klare Minderheits-Position zurückziehen. Der Technologiekonzern wolle nur etwa 30 Prozent an der Siemens Energy AG behalten, die Ende September separat an der Börse gelistet werden soll, sagten mehrere mit den Plänen vertraute Personen der Nachrichtenagentur "Reuters" am Montag.

Siemens-Chef Joe Kaeser hatte bisher einen Anteil von "etwas weniger als 50 Prozent" am Geschäft mit Turbinen für Gas- und Dampfkraftwerke, Hochspannungsnetzen und Windrädern in Aussicht gestellt, der später bis auf 25 Prozent abschmelzen sollte. Der Rest der Siemens-Energy-Aktien geht an die Siemens-Aktionäre.

Der scheidende Siemens-Chef Kaeser will mit der Abspaltung der Aktie des Technologiekonzerns auf die Sprünge helfen, die unter den schwachen Renditen in der Energietechnik für fossile Brennstoffe und dem Preiskampf bei Windrädern leidet.