Siemens Healthineers

Top-Geschäfte mit Röntgen und MRT Siemens Healthineers ist fit

Stand: 03.05.2018, 11:51 Uhr

Röntgen, Ultraschall, MRT - Siemens Healthineers ermöglicht mit seinen Geräten den Blick nach innen. Der Medizintechnikkonzern ist hier Weltmarktführer und topfit, die Geschäfte stimmen. Aber die Kosten für Börsengang und Sparprogramm belasten.

Der Weltmarktführer bei bildgebenden Systemen wie Röntgen- und Ultraschallgeräten sowie Magnetresonanztomographen profitiert von seiner Top-Position in einem wachsenden Markt. Allerdings zeigen sich bei Siemens Healthineers in der Bilanz des zweiten Quartals die Spuren von Börsengang, Sparprogramm und Euro-Kurs: Die Medizintechnik-Sparte von Siemens fuhr von Januar bis März ein geringeres operatives Ergebnis ein. Das Ergebnis sank um 16 Prozent auf 457 Millionen Euro.

Bereinigt um diese Effekte wäre der Börsenneuling beim Ergebnis mit 560 Millionen Euro auf der Stelle getreten und hätte die Prognosen der Analysten damit übertroffen. Allein der Börsengang kostete 85 Millionen Euro. Die Belastungen im Zusammenhang mit dem Sparprogramm bezifferte die Siemens-Tochter auf rund 20 Millionen Euro. Unter dem Strich verbuchte Healthineers einen Nettogewinn von 304 Millionen Euro, was in etwa dem Vorjahresniveau entspricht. Dabei profitierte Siemens Healthineers von einer geringeren Steuerzahlung.

Der Umsatz ging um fünf Prozent auf 3,2 Milliarden Euro zurück, was vor allem an dem starken Euro lag. Lässt man dies außen vor, stieg der Umsatz um vier Prozent. Analysten zeigten sich zufrieden, Deutsche Bank, Commerzbank und Berenberg erneuerten nach Sichtung des Zahlenwerks ihre Kaufempfehlung für die Healthineers-Aktie. An der Börse ist gleichwohl Zurückhaltung sichtbar, die Aktie verliert heute 1,5 Prozent.

Bilder aus dem Inneren

Am kräftigsten wuchs - Währungseffekte ausgenommen - das Geschäft mit Ultraschall-Geräten, Magnetresonanz- und Computer-Tomografen mit sechs Prozent. Die Diagnostik-Sparte, in der Siemens Healthineers auf das neue "Atellica"-Labordiagnostik-System setzt, stagnierte dagegen auf bereinigter Basis. Die Markteinführung von Atellica laufe aber planmäßig, erklärte das Unternehmen.

Siemens Healthineers

Bilder aus dem Inneren des Körpers - mit Medizintechnik von Siemens Healthineers. | Bildquelle: Unternehmen

Patienten kommen heute kaum an Siemens-Medizintechnik vorbei: Ob Ultraschall, Brustuntersuchung oder das ungeliebte Einfahren in die Röhre des Magnetresonanztomographen - die Geräte sind bis ins Königreich Bhutan im Himalaya, Alice Springs im australischen Busch und im malaysischen Regenwald vertreten.

MDax-Chancen

Der Medizintechnikkonzern, der noch zu 85 Prozent Siemens gehört, ist erst seit rund sieben Wochen an der Börse. Die Aktie ist ein Schwergewicht, hat daher Aussichten auf die Aufnahme in den Mittelwerteindex MDax.

Die Aktie hat sich in der ersten Zeit hervorragend entwickelt, kletterte von einem Ausgabepreis von 28 Euro bis auf 35,60 Euro, ist aber wieder unter 33 Euro gefallen.

bs

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Das sind die Konkurrenten von Siemens Healthineers

<b>General Electric</b><br />Schon lange gilt General Electric als der größte Rivale von Siemens. Der Mischkonzern aus den USA hat sich unter anderem auf bildgebende Verfahren für die medizinische Diagnostik spezialisiert. Vor allem bei den großen Medizingeräten wird Healthineers mit GE Healthcare konkurrieren. Damit erzielte das Unternehmen 2016 einen Umsatz von über 18 Milliarden Dollar. : Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 5 Jahre

General Electric
Schon lange gilt General Electric als der größte Rivale von Siemens. Der Mischkonzern aus den USA hat sich unter anderem auf bildgebende Verfahren für die medizinische Diagnostik spezialisiert. Vor allem bei den großen Medizingeräten wird Healthineers mit GE Healthcare konkurrieren. Damit erzielte das Unternehmen 2016 einen Umsatz von über 18 Milliarden Dollar.