Siemens Gamesa

Siemens-Gamesa spürt Gegenwind

Stand: 30.07.2019, 17:36 Uhr

Der Windkraft-Konzern Siemens Gamesa macht Abstriche an seinen Prognosen und will angesichts bröckelnder Gewinne die Preise erhöhen. Die bereinigte Umsatzrendite vor Zinsen, Steuern und Restrukturierungskosten werde im laufenden Geschäftsjahr am unteren Ende der erwarteten Spanne von sieben bis 8,5 Prozent liegen, räumte die spanische Siemens-Tochter am Dienstag ein. Nach neun Monaten lag die Marge bei 6,5 Prozent. Der Nettogewinn brach im dritten Quartal um die Hälfte ein. Die Gamesa-Aktie rauschte um 14 Prozent nach unten.

Siemens Gamesa spürt die politischen Rahmenbedingungen: Die Preise sind unter Druck, seit die Politik in vielen Ländern die Branche nicht mehr subventioniert, sondern bei Ausschreibungen den günstigsten Bieter auswählt. Dazu kommen nun der Handelsstreit zwischen den USA und China und der drohende harte Brexit.