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Software-Börsengang in den Startlöchern Serviceware, der Prozessbeschleuniger

Stand: 09.04.2018, 10:53 Uhr

An der Frankfurter Börse nimmt der nächste Börsengang Gestalt an. Der hessische Software-Anbieter Serviceware hat nun seine Preisspanne verkündet und wirbt ab heute Anleger für seine Aktie.

Seit heute können die Titel des Unternehmen aus Bad Camberg gezeichnet werden. Die Preisspanne hat Serviceware zusammen mit den begleitenden Banken, Hauck & Aufhäuser und der Commerzbank, festgelegt, sie reicht von 22,50 bis 27,50 Euro.

Bis zum 18. April läuft noch die Angebotsfrist, ab dem 20. April soll die Software-Aktie dann in den Handel in den Prime Standard der Deutschen Börse starten. Das Angebot umfasst 2,5 Millionen neu ausgegebene Stammaktien aus einer Kapitalerhöhung und 720.000 bestehende Aktien der Altaktionäre. Eine Mehrzuteilungsoption (Greenshoe-Option) von 483.000 Aktien von bestehenden Aktionären ist darüber hinaus möglich. Der Streubesitz wird nach dem Börsengang bei rund 35 Prozent liegen. Das Management und die Altaktionäre haben sich eine Lock-up-Periode von zwölf Monaten auferlegt, in der sie keine weiteren Anteile verkaufen können.

Schnellere interne Abwicklung

Serviceware bezeichnet sich als einen "führenden europäischen Anbieter von Softwarelösungen für den Enterprise Service Management ("ESM") Markt. Bei den Lösungen, die das Unternehmen anbietet, geht es vor allem um die datentechnische Erfassung von Prozessen, Dienstleistungen und Abrechnungen innerhalb des Unternehmens. Nach eigenen Angaben hat das Unternehmen mit derzeit 285 Mitarbeitern 500 Kunden, darunter auch neun Dax-Unternehmen.

Bislang ist Serviceware noch überwiegend in Deutschland für Unternehmen aus verschiedensten Branchen wie dem Einzelhandel, aber auch aus der Bauwirtschaft tätig. Seit der Gründung im Jahr 1998 hat Serviceware seinen Umsatz bei mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von mehr als 25 Prozent auf 44,3 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2016/17 gesteigert. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) stieg 2016/17 um 57 Prozent auf 5,6 Millionen Euro.

Wachstum per Übernahmen

Mit dem Emissionserlös will das Unternehmen das weitere Wachstums finanzieren und zwar durch Akquisitionen und die weitere Internationalisierung. Dazu will man auch den Vertrieb ausbauen, um vor allem weitere Großunternehmen als Kunden zu gewinnen. Dirk K. Martin, CEO und Mitbegründer von Serviceware: "Die Mittel aus dem Börsengang werden es uns ermöglichen, unsere Position als ein führendes Unternehmen im europäischen ESM-Markt weiter auszubauen und von Megatrends wie der Digitalisierung von Serviceprozessen zu profitieren."

AB