EQT Partners-Schriftzug

EQT startet Zeichnungsfrist Schweden-Fonds rollt an die Börse

Stand: 13.09.2019, 08:14 Uhr

Was Blackstone, KKR und andere Beteiligungsfirmen geschafft haben, wagt nun auch die schwedische Private-Equity-Gesellschaft EQT: den Gang an die Börse. Ab heute (Freitag, den 13.) können die Aktien gezeichnet werden.

Maximal 201 Millionen Aktien von EQT sollen ausgegeben werden. Das entspräche gut 21 Prozent des Aktienkapitals. Dabei stammt die Mehrheit der Aktien aus Beständen der Alteigentümer. Bei 86 Millionen Papiere handelt es sich um neue Anteilsscheine.

IPO am 24. September

Der schwedische Finanzinvestor gab am Donnerstagabend  die Preisspanne für die Aktien bekannt. Sie liegt zwischen 62 und 68 schwedischen Kronen (5,80 Euro bis 6,37 Euro). Die Zeichnungsfrist endet am 23. September. Der erste Handelstag am Börsenplatz Stockholm soll der 24. September werden.

EQT hofft auf IPO-Erlöse von bis zu 800 Millionen Euro. Das Geld wollen die Schweden nutzen, um die internationale Expansion in die USA und nach  Asien voranzutreiben.

Beteiligungen an Otto Bock und kfzteile24

Das schwedische Unternehmen, das zu 23 Prozent der schwedischen Familie Wallenberg über deren Investmentvehikel Investor AB gehört, ist einer der größten Private-Equity-Gesellschaften in Europa. EQT verwaltet in 19 Fonds Beteiligungen von rund 40 Milliarden Euro. In Deutschland ist der Fonds zum Beispiel mit 20 Prozent am Prothesenhersteller Otto Bock beteiligt. Daneben umfasst das Portfolio von EQT hierzulande so unterschiedliche Firmen wie ein Einkaufszentrum in Grünau bei Leipzig sowie den in Berlin ansässigen Autoteile-Onlineshop kfzteile24.

In den vergangenen Jahren haben mehrere Beteiligungsfirmen den Sprung an die Börse gemacht. So sind große US-Konzerne wie KKR, Blackstone, Carlyle, Apollo gelistet. In Europa sind die schweizerische Partners Group und die britische 3i aufs Parkett gegangen.

nb