Japanisches Kitkat-set

Schokoriegel zum Goldpreis Asiaten lieben rosa Kitkat

Stand: 26.02.2018, 13:23 Uhr

Für das Kitkat-verrückte Japan haben sich der Schokoladenproduzent Barry Callebaut und der KitKat-Hersteller Nestlé etwas ganz besonderes ausgedacht: einen neuen Schokogeschmack in rosarot.

Im Japan und Südkorea sind die rosa Riegel bereits seit Mitte Januar erhältlich - und werden den Verkäufern regelrecht aus den Händen gerissen. In den eigens in diesen Ländern eröffneten KitKat-Läden seien die Produkte in der ersten Einführungswoche jeden Tag innerhalb der ersten 30 Minuten restlos ausverkauft gewesen, sagte ein Konzernsprecher der Schweizer "Handelszeitung" - trotz des rekordverdächtigen Preises.

Tatsächlich müssen KitKat-Fans in Japan für den Kauf eines Sets von sechs Päckchen der begehrten Riegel den unglaublichen Preis von 10.000 Yen, umgerechnet 76 Euro, hinblättern. Darin enthalten ist lediglich eine Packung Kitkat mit der neuen rosa Schokolade. Bei den anderen KitKat-Sorten handelt es sich um Schokolade mit Matcha- und Süßkartoffelgeschmack. Auch Varianten mit Sushi (kein Scherz) sind erhältlich.

Zahlreiche Touristen

Genaue Absatzzahlen gibt es keine. Aber offenbar interessieren sich auch zahlreiche Touristen für das Produkt. Mehr als die Hälfte der Besucher in dem KitKat-Laden im Tokioter Geschäftsviertel Ginza seien Touristen, so der Nestlé-Sprecher. Die Läden in Tokio sind weltweit die ersten, in denen die Ruby-Schokolade zu kaufen ist.

Ruby-Schokolade basiert auf einer speziellen Kakaobohne, die in der Elfenbeinküste, Ecuador und Brasilien wächst, und von Natur aus rosa ist. Laut Barry Callebaut hat das neue Produkt einen Geschmack, der weder bitter noch milchig noch süß ist. Weichheit und Beerenfruchtigkeit sollen die rosa Ruby-Schokolade auszeichnen. Das Unternehmen hat eigenen Angaben zufolge zehn Jahre gebraucht, um die neue Schokolade zu entwickeln. Sie ist neben dunkler Schokolade, Milchschokolade und weißer Schokolade eine vierte Geschmacksrichtung. Die weiße Schokolade wurde vor über 80 Jahren von Nestlé erfunden.

Bester Markt für eine Zusammenarbeit

Für die Zusammenarbeit der beiden Schweizer Konzerne Nestlé und Barry Callebaut ist der japanische Markt bestens geeignet: Die Japaner sind verrückt nach KitKat. Mehr als 30 Sorten verschiedener Kitkats sind in dem Land erhältlich und es gibt Geschmacksrichtungen von Grüntee über Sake bis hin zu Melone mit Mascarpone oder Wasabi.

"Japan ist der Markt, der Kitkat mit den verschiedenen Geschmacksrichtungen zum Kult gemacht hat", sagte Sandra Martinez von Nestlé in einem Interview mit Bloomberg. Japan sei daher für die Einführung einer neuen Schokolade optimal.

lg

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Unternehmensgründer Henri Nestlé: Der eigentliche Gründungsvater des Schweizer Nahrungsmittelkonzerns war… ein Deutscher. Der Frankfurter Apotheker Heinrich Nestle wanderte Mitte des 19. Jahrhunderts in die Schweiz aus. In Vevey am Genfer See tüftelte er an einem Mittel für Säuglinge, die nicht gestillt werden konnten. So erfand er das "farine lactée", das so genannte Kindermehl, eine Kombination aus Kuhmilch, Weizenmehl und Zucker.