T-Mobile-US-Chef John Legere
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Neue Hiobsbotschaft Schock für T-Mobile US und Sprint: Fusion in Gefahr?

Stand: 21.05.2019, 08:10 Uhr

Das US-Justizministerium neigt einem Medienbericht zufolge zu einer Ablehnung der geplanten Milliardenfusion der Telekom-Tochter T-Mobile US mit dem US-Rivalen Sprint. Haben sich die Anleger zu früh gefreut?

Das amerikanische Justizministerium habe trotz Zugeständnissen der beiden Unternehmen noch Wettbewerbsbedenken, meldete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf eine mit der Prüfung vertrauten Person. Die Angebote von T-Mobile US und Sprint seien nicht ausreichend.

Wechselbad der Gefühle

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B5 Börse 17.14 Uhr: Mobilfunkfusion noch nicht unter Dach und Fach

An der Wall Street löste das am späten Montagabend einen kräftigen Schock aus, hatte doch Stunden zuvor noch der Leiter der US-Regulierungsbehörde FCC, Ajit Pai, mitgeteilt, er werde seiner Behörde empfehlen, den Zusammenschluss zu genehmigen.

Die beiden Parteien hätten signifikante Zugeständnisse gemacht. So boten die Unternehmen den Angaben zufolge neben Verkäufen auch den Aufbau eines 5G-Netzes sowie 5G-Dienstleistungen auch in ländlichen Gebieten an. Er glaube, die Transaktion sei im öffentlichen Interesse, so Pai.

Die Hoffnung stirbt zuletzt

Daraufhin waren Papiere von T-Mobile US in der Spitze um sieben Prozent und von Sprint gar um 28 Prozent gestiegen. Nach der neuen Hiobsbotschaft schmolzen die Gewinne rasant: Die T-Mobile-US-Aktie ging schließlich mit einem Plus von 3,9 Prozent aus dem Handel. Die Sprint-Aktie schloss 18,8 Prozent höher.

Dass die Aktien einen Teil ihrer Gewinne in den Abend retten konnten, zeigt aber auch: Noch haben die Aktionäre von Sprint und T-Mobile US ihre Hoffnung auf ein Zustandekommen der Fusion nicht gänzlich aufgegeben.

ag