Rote Ampel vor Media-Saturn-Schild
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Aktie bricht um 20 Prozent ein Schleppende Geschäfte bei Ceconomy

Stand: 09.10.2018, 09:45 Uhr

Schleppende Geschäfte bei den Elektronikketten Media Markt und Saturn haben den Gewinn des Handelskonzern Ceconomy schrumpfen lassen. Überraschend kommt das nicht mehr, aber die Investoren sind über das Ausmaß entsetzt.

Im frühen Handel bricht der SDax-Titel um mehr als 20 Prozent ein. Ceconomy hatte erst im September seine Prognose für das Gesamtjahr gekürzt. Als Gründe gab Ceconomy die ungewöhnliche Hitzewelle und die zu langsam umgesetzte Strategie an. Damals war der Konzern aber noch davon ausgegangen, dass ein Ebitda zwischen 680 und 710 Millionen Euro sowie ein Ebit zwischen 460 und 490 Millionen Euro erreicht wird.

Das war zu optimistisch: Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sei im Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr 2017/18 laut vorläufiger Zahlen von 494 auf 400 Millionen Euro gesunken, teilte das Unternehmen mit. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) ging von 714 auf 630 Millionen Euro zurück.

Immerhin etwas mehr Umsatz

Diese Abweichung sei auf die deutlich unter den Erwartungen gebliebenen operativen Ergebnisbeiträge der MediaMarktSaturn Retail Group zum Geschäftsjahresende zurückzuführen, heißt es in der Mitteilung. Der Umsatz legte leicht um 0,2 Prozent zu.

Ceconomy war aus der Aufspaltung des Metro-Konzerns vor gut einem Jahr als Beteiligungsgesellschaft für die Elektronikmärkte Saturn und Media Markt hervorgegangen. Auf der anderen Seite blieb der Lebensmittelhändler Metro mit den gleichnamigen Großmärkten und der Supermarktkette Real.

Metro und Ceconomy

Metro und Ceconomy. | Bildquelle: Unternehmen, Grafik: boerse.ARD.de