Vakuum-Headspace-Apparatur bei der Symrise AG: Aromaforschung für die Verwendung von Aromen in Lebensmitteln.(Quelle: Unternehmen / Thomas Pflaum / AGON )
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Symrise-Aktie leicht verschnupft Schlechte Duftnote für Symrise

Stand: 09.08.2017, 09:33 Uhr

Mit seinen Aromen ist Symrise gut im Geschäft. Trotz Schwäche im Duftgeschäft war das erste Halbjahr so erfolgreich, dass der MDax-Konzern seine Jahresziele höher schraubt. Der Symrise-Aktie hilft das nicht.

Eigentlich sieht alles gut aus. Symrise erhöht trotz einer gedämpften Nachfrage im Duftstoffgeschäft seine Ertragsprognose für das laufende Jahr. Die operative Marge (Ebitda-Marge) soll nun "über" 20 Prozent und nicht bei "rund" 20 Prozent liegen. Dabei soll der Konzern weiter schneller als der Markt wachsen.

"Wir wollen weiterhin zu den am schnellsten wachsenden Unternehmen der Branche zählen und hochprofitabel wirtschaften", sagte Konzernchef Heinz-Jürgen Bertram. Nach einem erfolgreichen ersten Halbjahr und einem guten Start in das dritte Quartal blicke er optimistisch auf die verbleibenden Monate. "Wir sind bestens aufgestellt, um der steigenden Nachfrage nach unseren Produkten gerecht zu werden und auch in der zweiten Jahreshälfte auf Wachstumskurs zu bleiben."

Doch locken kann Bertram Anleger damit nicht. Die Symrise-Aktie gehört heute zum Handelsstart zu den schlechtesten Titeln im MDax. Sie verliert mehr als drei Prozent. Schon seit Juni hat die Aktie mit Kursrückgängen zu kämpfen. Vom im Herbst 2016 erreichten Rekordhoch bei knapp 70 Euro hat sich das Papier deutlich entfernt. Analysten äußerten sich in letzter Zeit zurückhaltend. So etwa Goldman Sachs Mitte Juli: Auch wenn die Gewinne stimmten, so liege das doch nur an durchgereichten, erhöhten Rohstoffpreisen und nicht an einem höheren Absatzvolumen.

Schlechte Duftnote

Belebend waren im ersten Halbjahr die Geschäfte mit Aromen etwa für Süßwaren und bei Getränken. Auch Zusätze für Heimtiernahrung waren stark gefragt. Der Umsatz erhöhte sich insgesamt um fast vier Prozent auf 1,5 Milliarden Euro. Bei konstanten Wechselkursen und ohne Zu- und Verkäufe hätte das Wachstum gut fünf Prozent betragen.

Dabei blieb der Konzern hochprofitabel. Das operative Ergebnis (Ebitda) legte um gut drei Prozent auf 322,9 Millionen Euro zu. Die Ebitda-Marge lag mit 21,3 Prozent deutlich über dem Zielwert für 2017.

Bei den Duftstoffen liefen die Geschäfte allerdings unterdurchschnittlich. Eine etwas schwächere Nachfrage drückte auf die Marge. Der Gewinn kletterte um fast sechs Prozent auf 141,8 Millionen Euro. Analysten hatten dies in etwa erwartet.

bs

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