Zellkultivierung im biopharmazeutischen Prozess bei Sartorius

Q1-Zahlen ncht gut genug Sartorius: Zu hoch geflogen?

Stand: 24.04.2018, 09:47 Uhr

Der Pharma- und Laborausrüster ist in den vergangenen Monaten der Anleger-Liebling im TecDax gewesen. Am Dienstag erhält die Aktie allerdings einen kleinen Dämpfer. Die Ergebnisse sind gut, halten aber offenbar mit den Erwartungen nicht Schritt.

Um rund drei Prozent geht es mit der Aktie des TecDax-Highflyers zum Handelsbeginn am Dienstag abwärts. Im laufenden Börsenjahr hatte der Titel sagenhafte 50 Prozent hinzugewonnen, und das gegen den allgemein brüchigen Markttrend. Wie hoch die Vorgaben am Markt für den Konzern und seine Aktie inzwischen sind, zeigt eine Einschätzung von Berenberg-Analyst Scott Bardo. Der merkte zu den Zahlen zum ersten Quartal an, die Unternehmensziele seien "nur bestätigt", jedoch nicht angehoben worden.

Weiterhin peilt der Konzern für das Gesamtjahr eine Umsatzsteigerung zwischen neun und zwölf Prozent an, wobei die Ergebnismarge von 25,1 auf 25,6 Prozent 2018 klettern soll.

Der starke Euro nervt

Im Berichtszeitraum hat Sartorius vor allem unter ungünstigen Wechselkursen gelitten. Aus einem wechselkursbereinigten Anstieg von 11,4 Prozent wurde dank des schwachen Dollars gegenüber dem Euro ein "optisch" deutlich magereres Plus von 6,3 Prozent auf 364,9 Millionen Euro. Sartorius produziert ein Gutteil seiner Laborausrüstungen wie Filter und sterile Einwegbeutel insbesondere für den US-Markt.

Auch das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) erreichte mit 88,6 Millionen Euro - ein Plus von 4,7 Prozent - nicht ganz das Erwartungsniveau vieler Anleger und Analysten. Netto verdiente Sartorius im Quartal 37,2 Millionen Euro (Vorjahr: 34,4 Millionen Euro).

Laborprodukte wachsen stärker

Die beiden Konzernsparten wuchsen im Quartal unterschiedlich schnell. Während der kleinere Bereich "Lab Products & Services" um 10,3 Prozent auf 101,4 Millionen Euro zulegte, lag das Wachstum bei der Sparte "Bioprocess Solutions" bei 4,9 Prozent auf 263,4 Millionen Euro. Hier stellt das Unternehmen Biopharmazeutika her.

Regional stellt die Raum Asien/Pazifik für den TecDax-Konzern derzeit die größte Wachstumsbasis dar. Hier legte man um rund 18 Prozent zu, auch der US-Markt steuert mit knapp 14 Prozent weiterhin ein überdurchschnittliches Wachstum bei.

AB