Filtration im biopharmazeutischen Prozess

Aktie dreht weiter auf Sartorius übertrifft Analysten-Erwartungen

Stand: 28.01.2020, 07:46 Uhr

Das Wachstum beim Labor- und Pharma-Zulieferer ist stetig - und es scheint nicht aufzuhören. Sartorius beglückt die Anleger auch mit den Jahreszahlen 2019 und seinem Ausblick auf 2020 mit guten Nachrichten. Gut auch für die Aktie.

Der Titel aus dem TecDax hat sich auf Jahressicht glatt verdoppelt und ein Ende des Aufstiegs scheint einstweilen nicht abzusehen, wenn auch der Chart der Sartorius-Aktie in den vergangenen Monaten etwa steil anzusteigen scheint. Eine zwischenzeitliche Korrektur kann also jederzeit einsetzen.

Wachstum bleibt "organisch"

Die Zahlen zum abgeschlossenen Geschäftsjahr 2019 allerdings dürften die Anhänger des Unternehmens beruhigen, das in diesem Jahr seinen 150. Geburtstag feiert und dennoch quietschfidel wirkt. Sartorius hat im abgelaufenen Geschäftsjahr vor allem dank guter Geschäfte in der Biotech-Sparte die Umsatz- und Ergebniserwartungen der Experten übertroffen. Die Erlöse kletterten im Gesamtjahr 2019 um knapp 17 Prozent auf 1,83 Milliarden Euro. Wie das Unternehmen betont, ist der Umsatzzuwachs fast ausschließlich "organisch", also ohne Zukäufe über die Bühne gegangen.

Alle Regionen konnten dazu beitragen. Die Region EMEA (Europa, Mittlerer Osten und Afrika) erhöhte die Umsätze um 11,2 Prozent auf 733,4 Millionen Euro. Die Region Amerika erzielte ein Umsatzplus von 17,4 Prozent auf 629,9 Millionen Euro. In der Region Asien/Pazifik erwirtschaftete Sartorius einen Umsatz von 463,7 Millionen Euro, was einem Zuwachs von 17,4 Prozent entspricht.

Umsatztreiber ist weiterhin die Sparte Bioprocess Solutions, die ein breites Spektrum von Technologien für die Produktion biopharmazeutischer Medikamente anbietet. Sie wuchs wechselkursbereinigt um 18,1 Prozent auf 1,37 Milliarden Euro.

Gewinnausbeute überproportional

Auf der Ergebnisseite legt Sartorius weiterhin noch stärker zu. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) kletterte um gut 22 Prozent auf 495,8 Millionen Euro zu.

Für das laufende Geschäftsjahr 2020 geht das Management von einer um Wechselkurseffekte bereinigten Steigerung des Umsatzes von 10 bis 13 Prozent aus. Die Auftragsbücher sind weiterhin gut gefüllt. Der Auftragseingang erhöhte sich wechselkursbereinigt um 14,8 Prozent auf knapp zwei Milliarden Euro.

"Sartorius hat sich 2019 erneut im Hinblick auf Umsatz, Gewinn und Arbeitsplätze sehr dynamisch und noch besser als zu Jahresbeginn erwartet entwickelt. Auch beim Ausbau unseres Portfolios und der Ergänzung weiterer Schlüsseltechnologien durch die Akquisition der Biological Industries waren wir erfolgreich", so Firmenchef Joachim Kreuzburg. "2020 wird für Sartorius nicht nur aufgrund unseres 150-jährigen Firmenjubiläums ein besonderes Jahr. Wir wollen weiter profitabel wachsen und beim Konzernumsatz erstmals die Marke von zwei Milliarden Euro erreichen, wie wir es bereits 2012 in unserer Mittelfristprognose für 2020 in Aussicht gestellt hatten."

Die Botschaft hören die Aktionäre wie die Analysten gern. Solange das Unternehmen die Expertenerwartungen schlägt, könnte die Aktie ihren Aufwärtspfad weiter verfolgen.

AB