Zellkultivierung im biopharmazeutischen Prozess bei Sartorius

Ziele erreicht, Ausblick besser Sartorius macht Appetit auf mehr

Stand: 29.01.2019, 09:29 Uhr

Die Aktie des Medizintechnik-Konzerns ist am Dienstag wieder einmal der Liebling der Anleger. Der Titel steigt im TecDax im frühen Handel um mehr als elf Prozent. Die Geschäftsergebnisse stimmen Anleger positiv.

Die Sartorius-Aktie hat in den vergangenen Monaten deutlich Federn lassen müssen und ist von Höchstständen von rund 150 Euro bis auf 110 Euro zurückgefallen. Doch in den vergangenen Wochen hat sich der Titel stabilisiert. Auf Jahressicht ist Sartorius dem TecDax immer noch um rund 25 Prozent voraus.

Und nach der Stabilisierung der Aktie könnte nun ein neuer Aufwärtstrend starten. Die Geschäftszahlen des Unternehmens zum abgelaufenen Jahr bieten dafür zumindest eine Chance, das zeigt auch die Kursreaktion am Dienstagmorgen.

Prognosen übertroffen

Der Laborausrüster hat im vergangen Jahr vor allem dank eines starken Amerika-Geschäfts seinen Umsatz um 13,2 Prozent auf 1,57 Milliarden Euro gesteigert. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) kletterte um 14,7 Prozent auf 405 Millionen Euro.

Laut vorläufigen Zahlen ist der Nettogewinn um 21,9 Prozent auf 175,6 Millionen Euro gestiegen. Zahlen, die zumeist über den Prognosen der Analysten lagen.

Das gilt nach ersten Experten-Einschätzungen auch für den Ausblick auf das laufende Jahr. Für 2019 rechnet Sartorius mit einem Anstieg des Konzernumsatzes um etwa sieben bis elf Prozent, die Ebitda-Marge, also das Ebitda im Verhältnis zum Umsatz soll sich auf rund 27 Prozent verbessern. Im vergangenen Jahr hatte der Wert bei 5,9 Prozent gelegen.

Eine der besten Aktien der Welt

Die Sartorius-Aktie hatte es in den vergangenen fünf Jahren jeweils geschafft, ins Ranking von Boston Consulting der besten Aktien der Welt zu kommen. Für die zurückliegenden fünf Jahre (2013 bis 2017) erzielte Sartorius demnach eine Rendite von durchschnittlich 36,6 Prozent. Auch wenn die Göttinger dieses Kunststück 2018 nicht geschafft haben dürften, der Titel erregt derzeit neues Interesse.

AB