Präsentation des ersten Samsung Galaxy Fold im Februar 2019 in San Francisco

Spezialglas aus Mainz Samsung: Spekulation über deutschen Zulieferer

Stand: 20.01.2020, 10:17 Uhr

Der Technologiekonzern und Smartphone-Hersteller Samsung soll laut einem Bericht der "FAZ" beim Bau seiner neuen Falthandys auf Spezialglas des Mainzer Herstellers Schott vertrauen.

"Positive Impulse erwartet der Technologiekonzern unter anderem durch eine steigende Nachfrage von (...) Ultradünnglas für faltbare Mobilgeräte der Zukunft", heißt es in einer Pressemitteilung zu den jüngsten Geschäftszahlen des Mainzer Unternehmens. Hat Schott also einen großen Abnehmer für sein Spezialglas erhalten?

Samsung möglicherweise Großabnehmer

Laut der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" soll der Schott-Chef Frank Heinricht gesagt haben, dass ein großer Hersteller von Handys demnächst ein faltbares Modell mit dem Glas des Mainzer Unternehmens präsentieren werde. Aus vertraglichen Gründen dürfte er den Namen aber nicht nennen.

Biegsames Glas von Schott

Biegsames Glas von Schott. | Bildquelle: Schott

Wie es in dem Artikel weiter heißt, soll es sich beim Abnehmer des Spezialglases um Samsung handeln. Der südkoreanische Smartphone-Produzent musste im Vorjahr den Start seines Falthandys Galaxy Fold aus Qualitätsgründen verschieben. Grund dafür waren Defekte an den Displays. Bisher war im Modell Galaxy Fold ein Display aus Kunststoff verbaut, sollte Samsung auf Schott setzen, wäre das neue Smartphone künftig wohl mit Ultradünnglas ausgestattet.

Samsung Galaxy Fold

Samsung Galaxy Fold. | Bildquelle: Unternehmen

Branchenkenner erwarten, dass Samsung sein neues Falthandy am 11. Februar präsentieren wird. An diesem Tag findet ein sogenanntes "Unpacked-Event" statt, bei dem diverse neue Smartphone-Generationen des Herstellers präsentiert werden.

Bei Schott läuft das Geschäft

Neben der Produktion von Glas und Glaskeramik-Verbindungen bietet der Hersteller aus Rheinland-Pfalz auch Produkte für die Automobil- und Unterhaltungsindustrie an. Nach einem sehr erfolgreichen Geschäftsjahr 2018/19 hofft die nicht börsennotierte Schott AG weiterhin auf florierende Geschäfte und hob seine Investitionen für das laufende Jahr an.

In den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2019/20 habe Schott einen soliden Start hingelegt. Für das gesamte Geschäftsjahr rechnen die Mainzer laut eigenen Angaben mit einem Umsatzplus zwischen drei und sechs Prozent.

Die Zusammenarbeit mit Samsung könnte ein großer Schritt für den Glasspezialisten sein und auch andere Abnehmer aus der Branche anlocken. Der Erfolgskurs der Schott AG könnte durch solche Aufträge gefestigt werden.

ms