Arbeiter der Salzgitter AG am Hochofen

Salzgitter will keine Stahl AG - und streicht Dividende

Stand: 08.07.2020, 11:03 Uhr

Der niedersächsische Stahlkonzern Salzgitter hat einmal mehr der Gründung einer Deutschen Stahl AG mit Thyssenkrupp eine Abfuhr erteilt. "Wir sehen aktuell kein Szenario, das unsere Situation im Vergleich zur Eigenständigkeit verbessern würde." Partnerschaften seien nicht ausgeschlossen, wenn sie Vorteile brächten. Thyssenkrupp strebt in dem kriselnden Werkstoffgeschäft Bündnisse an und schließt auch den Verkauf einer Mehrheit seines Stahlgeschäfts nicht aus. Ein Zusammenschluss der Stahlgeschäfte von Thysenkrupp und Salzgitter sei eine Option. Unterstützt werden die Überlegungen für eine Deutsche Stahl AG von Vertretern der IG Metall.

Gleichzeitig müssen die Aktionäre des Stahlkonzerns nach Aussagen von Firmenchef Fuhrmann wegen der schwierigen Lage auf eine Gewinnbeteiligung in diesem Jahr verzichten.