Arbeiter der Salzgitter AG am Hochofen

Salzgitter rutscht tief in die roten Zahlen

Stand: 16.03.2020, 08:25 Uhr

Salzgitter: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
14,29
Differenz relativ
-0,31%

Der Stahlkonzern Salzgitter hat wegen hoher Abschreibungen sowie Restrukturierungskosten im vergangenen Jahr einen hohen Verlust erlitten. Unter dem Strich verblieb ein Fehlbetrag von 237,3 Millionen Euro. Ein Jahr zuvor hatte noch ein Gewinn von knapp 278 Millionen Euro zu Buche gestanden. Bereinigt um Sonderfaktoren lag das Ergebnis vor Steuern bei 143 Millionen Euro. Der Umsatz sank von knapp 9,28 auf 8,55 Milliarden Euro. Aktionäre sollen eine Dividende von 0,20 Euro erhalten, deutlich weniger als die 0,55 Euro je Aktie im Vorjahr.

Im laufenden Jahr sieht Salzgitter Stabilisierungstendenzen auf dem europäischen Stahlmarkt. Deswegen geht man von einem Umsatzanstieg auf neun Milliarden Euro aus. Das Ergebnis vor Steuern soll in etwa ausgeglichen sein. Damit bleibt der Konzern bei seiner zuletzt abgegebenen Prognose. Allerdings sei mit dem neuartigen Coronavirus ein weiterer Unsicherheitsfaktor dazugekommen, dessen Auswirkungen Salzgitter derzeit nicht zuverlässig abschätzen könne.