Ryanair-Maschine auf dem Flughafen von Luxemburg
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Billigflieger schreibt Verlust Billige Tickets und Brexit: Ryanair in Bedrängnis

Stand: 04.02.2019, 08:22 Uhr

Womöglich war die jüngste Gewinnwarnung von Ryanair nicht die letzte. Das Management von Europas größtem Billigflieger äußerte sich am Morgen skeptisch.

Ryanair warnte am Montagmorgen, dass die Fluggesellschaft bei einem weiteren Rückgang der Preise auch die erst jüngst reduzierten Jahresziele möglicherweise nicht erreicht. Dies gelte besonders im Falle eines ungeregelten Austritt Großbritanniens aus der EU.

Nach der Gewinnwarnung ist vor der Gewinnwarnung?

Ryanair gehe zudem davon aus, dass es keine weiteren Ausfälle von europäischen Fluggesellschaften geben werde und daher 2019 weiterhin mit überschüssigen Kapazitäten auf der Kurzstrecke zu rechnen sei.

Erst Mitte Januar hatte der irische Billigflieger die Prognose für das Gesamtjahr zum zweiten Mal gesenkt. Wegen des Preisdrucks der Branche dürfte der Gewinn bei noch 1 bis 1,1 Milliarden Euro liegen, hieß es damals.

Billige Tickets kommen Ryanair teuer zu stehen

Wenig Mut machen die Zahlen zum dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres. In den drei Monaten bis Ende Dezember hat Europas größter Billigflieger wegen niedrigerer Ticketpreise einen Verlust von 20 Millionen Euro erzielt. Im Vorjahreszeitraum hatte das Unternehmen noch einen Gewinn von knapp 106 Millionen Euro ausgewiesen.

Neben sinkenden Ticketpreisen belasteten zudem höhere Personalkosten und Kerosinpreise sowie Ersatzzahlungen wegen der EU-Fluggastrechte den Gewinn. Ein höheres Passagieraufkommen sowie Kostensenkungen konnten dieses Minus nicht ausgleichen.

ag