RWE-Zentrale in Essen

Analyse von Goldman Sachs "RWE ist Übernahmekandidat"

Stand: 08.01.2020, 13:55 Uhr

Die Investmentbank Goldman Sachs sieht den deutschen Energiekonzern RWE als Übernahmekandidaten. Die Analysten sagen dem Versorger zudem gute Zeiten voraus.

Die US-Investmentbank Goldman Sachs sieht den Energiekonzern als möglichen Übernahmekandidaten. RWE gehöre wie der britische Versorger SSE und EDP aus Portugal zu den Unternehmen, die in einem Marktumfeld mit geringem Risiko hohe Gewinne erzielen könnten. Der Börsenwert dieser Unternehmen sei klassischerweise allerdings relativ gering, heißt es in einer Studie der Bank.

RWE wird immer grüner

Die Marktkapitalisierung des Energieversorgers mit Sitz im nordrhein-westfälischen Essen liegt bei rund 17 Milliarden Euro. Der größte deutsche Stromproduzent will das Geschäft mit erneuerbaren Energien in den kommenden Jahren stark ausbauen. Hinter der spanischen Iberdola und der italienischen Enel ist RWE der drittgrößte Ökostromkonzern in Europa.

2019 für RWE erfolgreich

In den vergangenen zwölf Monaten liefen die Titel des deutschen Versorgers gut, der Kursgewinn betrug mehr als 30 Prozent. Aktuell notiert die Aktie bei beinahe 27 Euro. Goldman Sachs hat das Kursziel von 32 auf 32,50 Euro angehoben.

RWE ST: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum 1 Jahr
Kurs
30,96
Differenz relativ
+3,06%

Auch die Barclays-Analysten sind von der RWE-Aktie überzeugt. Sie haben die Einstufung auf "Overweight" mit einem Kursziel von 30 Euro belassen. Wie aus einer Strategiestudie der britischen Investmentbank hervorgeht, sehen die Experten in der RWE-Aktie eine der aussichtsreichsten Anlageempfehlungen in Europa für das erste Quartal.

Mehrere mögliche Kurstreiber

Laut Goldman-Sachs-Analyst Alberto Gandolfi ist die anstehende Einigung über die Entschädigung für den Braunkohleausstieg der wichtigste Kurstreiber der RWE-Aktie im Jahr 2020. Auch der Kapitalmarkttag im März zu den Erneuerbaren Energien könnte neue Impulse bringen, wenngleich der Konzern mit seinen Finanzzielen für das Geschäft leicht enttäuschen könnte.

ms/rtr/dpa-AFX