Rheinmetall Oerlikon Skyshield, Flugabwehrsystem, Skyguard

Rekord Rüstungsgeschäft treibt Rheinmetall-Ergebnis

Stand: 02.03.2020, 09:27 Uhr

Gute Geschäfte in der Rüstungssparte haben den Rheinmetall-Konzern 2019 die Schwäche im Autogeschäft verschmerzen lassen. Beim operativen Ergebnis reichte es sogar zu einem Rekord. Die Anleger sind begeistert.

Rheinmetall klettern im frühen Handel um mehr als vier Prozent. Offenbar nutzen einige Investoren die Chance zum Einstieg, denn in der Vorwoche knickten die Titel um mehr als zwölf Prozent ein. Die frischen Zahlen bieten einen guten Anlass: Konzernweit stieg der Rheinmetall-Umsatz auf Basis vorläufiger Zahlen um knapp zwei Prozent auf rund 6,3 Milliarden Euro, wie das im MDax gelistete Unternehmen am Morgen mitteilte.

Das um Sonderposten bereinigte operative Ergebnis stieg um rund drei Prozent auf den Höchstwert von 505 Millionen Euro. Das Ergebnis nach Steuern stagnierte im vergangenen Jahr aber bei 354 Millionen Euro.

Riesengeschäft mit der Rüstung

Der Rüstungskonzern profitierte erneut von den steigenden Ausgaben für militärische Güter. So wuchs der Umsatz im Bereich "Defence" um 9,4 Prozent, während die Automobil-Sparte einen Umsatzrückgang von 6,6 Prozent verbuchte. Als Zulieferer leidet Rheinmetall schon seit geraumer Zeit unter dem schwächelnden Geschäft der Autohersteller.


Armin Papperger, Vorstandsvorsitzender der Rheinmetall AG, lobt sein Unternehmen: "Mit unserer Position als international agierender Systemanbieter für die Streitkräfte profitieren wir vom ‚Super-Zyklus‘ im wehrtechnischen Geschäft, den uns der dringende Nachholbedarf in der militärischen Beschaffung beschert hat."

Nach drei Jahren Rückgang hatten die deutschen Rüstungsexportgenehmigungen einen Rekordwert erreicht - bis Mitte Dezember hatten diese einen Umfang von 7,95 Milliarden Euro.

Der Düsseldorfer Konzern hat weltweit rund 25.000 Mitarbeiter, die Automotive-Sparte sitzt in Neckarsulm bei Stuttgart. Endgültige Zahlen für 2019 will Rheinmetall am 18. März vorlegen.