Formel 1 in Melbourne, Australien

Erfolg für den Kölner Sender RTL macht Formel-1-Fans glücklich

Stand: 20.12.2017, 09:23 Uhr

Für Motorsportfans ist die Formel 1 die Königsklasse und deren Rennen der Höhepunkt schlechthin. MDax-Mitglied RTL hat sich jetzt weitere Senderechte am PS-Spektakel für das Free-TV gesichert. Damit ist der Sonntag gerettet.

Der Luxemburger Sender, der seinen deutschen Sitz in Köln hat, hat neben den Senderechten auch gleich noch einen prominenten Nachfolger als TV-Experten für die Formel 1 gewonnen. Ex-Weltmeister Nico Rosberg, der nach seinem Titelgewinn 2016 zurückgetreten war, wird dabei auf den Österreicher und Rennsportlegende Nikki Lauda folgen.

Nico Rosberg

Nico Rosberg. | Bildquelle: picture alliance / Steven Paston/PA Wire/dpa

Am 25. März geht es mit dem großen Preis von Australien in Melbourne los. Rosberg wird sich dabei mit RTL-Experte Timo Glock abwechseln. "Mein Vater war ja bei RTL der Vorgänger von Niki. Ich setze also eine Familientradition fort und freue mich sehr auf die Zeit mit RTL", sagte Rosberg der "Bild-Zeitung".

Einigung mit Liberty Media

Inhaber der Rechte ist der US-Kabelanbieter Liberty Media. Die Amerikaner wollten zuletzt eher das Bezahlfernsehen forcieren, weshalb für RTL die Einigung als Erfolg einzustufen ist. Noch unklar ist, wie es mit den Pay-TV-Rechten weitergeht. Nicht nur der Kontrakt mit RTL, auch der mit dem Bezahltsender Sky war zum Saisonende abgelaufen.

Niki Lauda

Niki Lauda. | Bildquelle: Imago

RTL hat eine lange Formel 1-Tradition. Bereits von 1984 bis 1988 und dann wieder ab 1991 ist der Sender schon dabei. Insgesamt ist das Interesse der Fernsehzuschauer an der Formel 1 zwar nicht mehr so hoch wie in diesen Glanzzeiten, 2017 hat RTL seinen Marktanteil im Vergleich zum Vorjahr aber um 1,1 auf 26,2 Prozent gesteigert.

RTL-Aktie charttechnisch interessant

Wer die RTL-Aktie verfolgt, für den könnte es jetzt spannend werden. Denn das Papier ist charttechnisch gleich an zwei wichtigen Punkten angekommen. Zum einen nähert sich der Kurs aktuell von unten kommend der bei 67,57 Euro verlaufenden (fallenden) 200-Tage-Linie an - zum andern wird auch der seit 2015 intakte mittelfristige Abwärtstrend angegriffen. Dieser hat seinen Ausgangspunkt im April 2015 bei Kursen über 96 Euro. Danach ist es unter Schwankungen immer weiter bergab gegangen mit dem MDax-Papier.

Sollten die technischen Widerstände überwunden werden, wäre das ein starkes Signal und würde den Weg freimachen bis zu den 2017er-Jahreshöchstständen bei knapp 76 Euro. Danach folgen die jeweiligen Hochpunkte im Abwärtstrend. Am Morgen bewegt sich die Aktie kaum.

rm