Rio Tinto

Gewinnsprung im Letzten Jahr Rio Tinto: Wie Verkäufe die Kassen füllen

Stand: 27.02.2019, 13:46 Uhr

Der britisch-australische Bergbaukonzern Rio Tinto hat das Jahr 2018 dank milliardenschwerer Minen-Verkäufe mit einem Gewinnsprung abgeschlossen. Unter anderem hatte sich der Konzern von seinem restlichen Kohlegeschäft getrennt. Hinzu kamen günstige Wechselkurseffekte.

Der Gewinn kletterte 2018 im Jahresvergleich um fast 60 Prozent auf 13,6 Milliarden Dollar (knapp 12 Milliarden Euro), wie Rio Tinto heute mitteilte. Auch operativ lief es für den Rohstoffkonzern besser. Das bereinigte Vorsteuerergebnis kletterte auf 8,81 Milliarden Dollar nach 8,63 Milliarden im Vorjahr. Damit übertraf der Konzern die Analystenschätzungen von 8,47 Milliarden Dollar.

Von dem Gewinnanstieg sollen auch die Aktionäre profitieren, die eine Dividende von insgesamt 5,50 Dollar je Anteilsschein erhalten werden. Darin enthalten ist auch eine Sonderdividende aufgrund der Verkäufe in Höhe von 2,43 je Anteilsschein. Insgesamt will der Bergbaukonzern eine Rekordsumme von 13,5 Milliarden Dollar an seine Anteilseigner ausschütten.

Verkäufe gingen weiter

Der Konzern habe damit weitergemacht, "das Portfolio zu stärken und in zukünftiges Wachstum zu investieren", sagte Rio-Vorstandschef Jean-Sebastien Jacques. Die nach dem  Bergbauriesen BHP Billiton zweitgrößte Minengesellschaft der Welt profitierte besonders davon, dass sie große Vermögenswerte verkaufte.

Dazu zählen Anteile an der Grasberg-Kupfermine in Südafrika und am größten Aluminiumschmelzwerk Europas im französischen Dünkirchen. Damit konnte Rio Tinto das um drei Prozent gefallene operative Ergebnis aus dem wichtigen Eisenerz-Geschäft ausgleichen. Gleichzeitig profitierte der Konzern von besser laufenden Geschäften mit Kupfer und Diamanten.

Zahlen überzeugen die Analysten

Rio Tinto

Rio Tinto. | Bildquelle: Imago

An der Börse kamen die Zahlen gut an. Die Aktie legte zu. Auch die Analysten zeigten sich überzeugt. JPMorgan-Experte Dominic O'Kane hat die Einstufung für Rio Tinto auf "Overweight" mit einem Kursziel von 5050 Pence belassen. Das Zahlenwerk habe die Erwartungen übertroffen, schrieb er. Der Bewertungsabstand zu BHP Billiton habe sich unterdessen noch ausgeweitet, obwohl die Entwicklung der freien Mittel bei Rio Tinto in den kommenden zwei jJahren besser sein dürfte.

Auch die UBS empfiehlt die Aktie weiterhin zum Kauf, mit einem Kursziel von 4500 Pence. Wie erwartet schütte der Rohstoffkonzern hohe Barmittel aus, schrieb Analyst Myles Allsop. Auch Barclays-Analyst Amos Fletcher schrieb, der Bergbaukonzern habe gute Ergebnisse vorgelegt. Der Experte lobte zudem die hohe Dividendenrendite dank der unerwartet hohen regulären Ausschüttung und einer üppigen Sonderdividende. Er beließ jedoch sein Kursziel von 4100 Pence unverändert.

lg