Rheinmetall Radpanzer

Umsatzprognose gesenkt Rheinmetall: Rüstung schlägt Auto

Stand: 07.11.2019, 10:38 Uhr

Das Rüstungsgeschäft floriert, aber die Automobilzulieferung schwächelt: Rheinmetall geht für das laufende Jahr von weniger Umsatzplus aus. Die Anleger konzentrieren sich auf die guten Nachrichten.

In einem insgesamt freundlichen Markt rücken die Titel von Rheinmetall um mehr als ein Prozent vor. In den vergangenen zwölf Monaten hatten die Aktien trotz der Probleme in der Autoindustrie bereits um mehr als 50 Prozent zugelegt.          

"Wir profitieren vom Nachholbedarf in der militärischen Beschaffung vieler Länder und von steigenden Budgets, insbesondere auch in Deutschland", erklärte Konzernchef Armin Papperger. Der Mischkonzern hat dank seines Rüstungsgeschäfts in den ersten neun Monaten mehr verdient. Doch wegen der schwächelnden Automobilzulieferung kappte das Unternehmen die Umsatzprognose für 2019. Nun rechnet Pappberger nur noch mit einem Plus von einem Prozent statt wie bisher mit vier Prozent.

Rüstungsgeschäft boomt

Eine höhere Nachfrage nach Waffen und Militärfahrzeugen hatte die Geschäfte des Rüstungskonzerns stark angekurbelt. Der Umsatz des Unternehmensbereichs Defence legte in den ersten neun Monaten 2019 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 11,8 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro zu. Das Betriebsergebnis dieser Sparte konnte sich auf 134 Millionen Euro fast verdoppeln. Grund für den Auftrieb sind weltweit steigende Rüstungsausgaben, etwa in Staaten wie Australien.

In der Autozuliefersparte bekam Rheinmetall den Gegenwind der mauen Autokonjunktur deutlich zu spüren. Der Umsatz ging um sieben Prozent zurück, das operative Ergebnis sackte um fast 30 Prozent ab.

In den ersten neun Monaten verbuchte Rheinmetall insgesamt bei einem Umsatzanstieg um 3,1 Prozent auf 4,3 Milliarden Euro eine Verbesserung des operativen Ergebnisses um knapp vier Prozent auf 262 Millionen Euro.

ts