Der teuerste Cognac: Louis XIII, von Rémy Cointreau

Jahreszahlen vorgelegt Rémy Cointreau: Der Cognac macht's

Stand: 07.06.2018, 09:05 Uhr

Während die Bierbrauer über rückläufigen Konsum klagen, können die Hersteller von Hochprozentigem über weiter steigende Umsätze und Margen berichten - dank der Vorliebe der Chinesen für Cognac.

So konnte der französische Spirituosenkonzern Rémy Cointreau, zu dem neben den Marken Rémy Martin und Cointreau unter anderem auch Metaxa und Bruichladdich gehören, seinen Umsatz im Geschäftsjahr 2017/2018 (bis Ende März) um 2,9 Prozent auf 1,13 Milliarden Euro steigern. Analysten hatten mit etwas mehr gerechnet. "Das Asien-Geschäft brummt, dort legte der Umsatz von Rémy Martin deutlich zu", so ein Marktexperte.

Dabei scheint die Strategie des Unternehmens aufzugehen, in China vor allem vergleichsweise teure Cognac-Marken ab etwa 50 Dollar pro Flasche anzubieten. Rémy Cointreau hatte - wie auch die größeren Rivalen Diageo und Pernod Ricard - zu spüren bekommen, dass die Chinesen angesichts des Anti-Korruptionskampfes der Behörden zögerlicher Cognac und andere Luxusgüter kauften. Pernod Ricard reagierte darauf anders als Rémy Cointreau und brachte in China vor allem günstigere Marken auf den Markt. Doch auch für den Konkurrenten lief es in der Volksrepublik zuletzt gut.

Chinesen lieben Rémy Martin

Remy Cointreau: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
Kurs
118,30
Differenz relativ
+0,42%

Tatsächlich ist der Umsatz allein der Marke Rémy Martin im abgelaufenen Geschäftsjahr um 13,2 Prozent auf 760 Millionen Euro gestiegen, vor allem dank der kräftigen Nachfrage in China, Japan und Indien. Auch das Deutschland-Geschäft sei stark gewachsen, teilte der Konzern am Morgen mit. Das operative Ergebnis der Marke kletterte um 10,4 Prozent auf 204,4 Millionen Euro.

Allerdings sind die Verkäufe von Likören und Weinbränden wie Cointreau und Metaxa im Geschäftsjahr um ein Prozent auf 266,8 Millionen Euro gesunken. Das operative Ergebnis der Sparte ging sogar um 25,5 Prozent zurück.

Anleger reagieren enttäuscht

Insgesamt jedoch konnte die Gruppe ihr operatives Ergebnis um 4,7 Prozent auf 236,8 Millionen Euro steigern. Die operative Marge verbesserte sich 0,3 Punkte auf 21 Prozent. Wegen des starken Euro ging der Reingewinn allerdings um 22 Prozent auf 148,2 Millionen Euro zurück.

An der Börse kommen die Zahlen nicht gut an. In Paris verliert die Aktie von Rémy Cointreau am Morgen bis zu 2,5 Prozent. Langfristig orientierte Anleger haben aber keinen Grund zu klagen. Allein seit der Vorlage der Neun-Monats-Zahlen Anfang Februar ist die Aktie des Spirituosenkonzerns um gut 25 Prozent gestiegen.

lg

1/10

Die zehn größten Getränkekonzerne der Welt Von Anheuser-Busch bis Kirin

<strong>PepsiCo</strong><br/>Der ewige Zweite unter den Cola-Herstellern ist in der Liste der größten Getränkekonzerne ganz vorne. 2017 erzielte der US-Konzern einen Umsatz von 62,8 Milliarden Dollar.: Kursverlauf am Börsenplatz Nasdaq für den Zeitraum 1 Jahr

PepsiCo
Der ewige Zweite unter den Cola-Herstellern ist in der Liste der größten Getränkekonzerne ganz vorne. 2017 erzielte der US-Konzern einen Umsatz von 62,8 Milliarden Dollar.