Henkel-Logo vor der Unternehmenszentrale in Düsseldorf
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Ausschüttung so hoch wie noch nie Rekorddividende bei Henkel

Stand: 22.02.2018, 09:03 Uhr

Der Konsumgüterhersteller Henkel aus dem Dax hat im abgelaufenen Jahr gleich mehrere neue Höchstmarken gesetzt. Der Blick auf den Chart zeigt, dass die Aktie frischen Wind gut vertragen kann.

Denn das Henkel-Papier befindet sich seit dem Rekordhoch im vergangenen Juni bei fast 129 Euro im Abwärtstrend und hat erst vor kurzem unter Schwankungen ihr Zwölf-Monats-Tief bei 103,95 Euro erreicht. Ein Spiegelbild des heftigen Konkurrenzdrucks für Henkel, das die Anleger zuletzt vorsichtiger werden ließ. Das Zahlenwerk des abgelaufenen Geschäftsjahres könnte jetzt helfen, den Negativtrend zu überwinden.

Denn der Düsseldorfer Konzern hat im vergangenen Geschäftsjahr Gewinn und Umsatz gesteigert und dabei die Erwartungen leicht übertroffen. Begünstigt durch Zukäufe stieg der Umsatz von so bekannten Marken wie Persil, Schwarzkopf, Pattex oder Pritt-Klebestiften erstmals in der Geschichte des Unternehmens knapp über die Marke von 20 Milliarden Euro.

Nominal war das ein Zuwachs von sieben Prozent, bereinigt um Wechselkurseffekte und Zu- und Verkäufe von 3,1 Prozent. Damit lag das Unternehmen genau in der anvisierten Wachstumsspanne zwischen zwei und vier Prozent. Besonders punkten konnte Henkel beim Geschäft mit Klebstoffen, bei Kosmetika allerdings einen leichten Umsatzrückgang hinnehmen.

Gewinn und Dividende steigen

Henkel-Chef Hans Van Bylen

Henkel-Chef Hans Van Bylen. | Bildquelle: Unternehmen

Auch beim Gewinn legte Henkel deutlich zu. Das bereinigte Ebit zog um neun Prozent auf 3,2 Milliarden Euro an, der Nettogewinn um 23 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro. Auf der Nettoebene wurden dabei die Markterwartungen übertroffen. Das Ergebnis je Aktie lag bereinigt bei 5,85 Euro, ein neuer Spitzenwert. Besonders freuen können sich die Aktionäre auf eine Dividende von 1,79 Euro je Vorzugsaktie (nach 1,62 Euro im Vorjahr) und 1,77 Euro je Stammaktie (nach 1,60 Euro im Vorjahr).

Auch mit der Dividendenzahlung setzt der Konzern für seine Verhältnisse neue Maßstäbe, denn so viel wurde bisher noch nie bezahlt. Allerdings fällt die Dividendenrendite mit rund 1,7 Prozent weiter eher bescheiden aus, gerade im Vergleich mit anderen Indexkollegen. Auch die Ebit-Marge lag mit einem Zuwachs von 40 Basispunkten auf 17,3 Prozent auf einem neuen Rekordniveau.

"2017 war ein erfolgreiches Jahr für Henkel. Trotz eines herausfordernden und volatilen Marktumfelds haben wir bei Umsatz und Ergebnis neue Höchstwerte erzielt und unsere Finanzziele für das Geschäftsjahr erreicht", sagte Firmenchef sagte Hans Van Bylen.

Ausblick

Für das laufende Jahr erwartet Henkel ein organisches Umsatzwachstum zwischen zwei und vier Prozent, das Ergebnis je Aktie soll von 5,85 Euro um fünf bis acht Prozent steigen. Die Ebit-Marge soll sich dabei auf 17,5 Prozent verbessern. Im Mittelfristausblick bis 2020 setzt das Unternehmen auf weitere Effizienzgewinne und Fortschritte bei der Digitalisierung. So soll sich der digital erreichte Umsatz bis 2020 auf mehr als vier Milliarden euro verdoppeln.

Aktie gegen den Trend etwas besser

In einem schwächeren Gesamtmarkt behauptet sich die Henkel-Vorzugsaktie zur Eröffnung und notiert leicht über ihrem Schlusskurs vom Vortag bei 106,35 Euro.

rm