Airbus A320 neo
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Flugzeuge für fast 50 Milliarden Dollar Rekordauftrag beflügelt Airbus

Stand: 15.11.2017, 10:14 Uhr

Mega-Deal für Airbus auf der Dubai Air Show: Der Flugzeugbauer hat auf der Luftfahrtmesse den größten Auftrag seiner Geschichte an Land gezogen - und Boeing überflügelt. Die Aktie hebt ab.

Der US-Investor Indigo Partners bestellt auf einen Schlag 430 Airbus-Flugzeuge des Typs A320. Sie haben einen Listenpreis von 49,5 Milliarden US-Dollar (42,2 Milliarden Euro). Das teilten Airbus und Indigo bei der Unterzeichnung des Vorvertrags am Mittwoch auf der Luftfahrtmesse in Dubai mit. Die Jets sollen bei den Billigfluglinien Frontier Airlines, JetSmart, Volaris und der ungarischen Wizz Air zum Einsatz kommen, die alle zu Indigo Partners gehören.

So viele Flugzeuge auf einmal hat Airbus noch nie verkauft. Der bisherige Auftragsrekord lag bei 250 Maschinen zu einem Listenpreis von 27 Milliarden Dollar. Diese hatten damals der indische Billigflieger IndiGo bestellt.

Airbus übertrumpft Boeing

Der größte Einzelauftrag der Geschichte dürfte Airbus einen deutlichen Schub bei den Bestellungen in diesem Jahr bringen. Bisher lag die Zahl der Neuaufträge erst bei 290 Flugzeugen. Mit der Rekordorder überflügelt Airbus auf der Dubai Air Show auch den Rivalen Boeing. Der US-Flugzeugbauer zog am Mittwoch einen Großauftrag des arabische Billigfliegers Flydubai an Land. Boeing liefert 175 Mittelstreckenjets in der modernisierten Neuauflage 737-Max.

Indigo Partners - die nichts mit dem indischen Billigflieger IndiGo zu tun hat - wird vom 80-jährigen Investor Bill Franke geleitet. Das Unternehmen ist für seine Ultra-Billigfluglinien bekannt. Passagiere bezahlen dort einen niedrigen Basispreis. Extras können sie à la carte dazubuchen.

Aktie im Aufwind

Der Mega-Deal gibt den Aktien von Airbus kräftig Aufwind. Sie ziehen um über drei Prozent an auf über 86 Euro und sind größter MDax-Gewinner. Seit Jahresbeginn sind die Titel des Flugzeugbauers fast 40 Prozent empor geklettert. Die Korruptionsermittlungen in Frankreich und Großbritannien haben dem Aktienkurs bisher nicht geschadet.

nb