EssilorLuxottica-Mitarbeiterin prüft Brillengläser

Erste Bilanz von EssilorLuxottica Ray-Ban-Hersteller kann noch nicht überzeugen

Stand: 08.03.2019, 13:45 Uhr

Die Aktionäre des fusionierten französisch-italienischen Luxuskonzerns haben enttäuscht auf die Jahreszahlen reagiert. Dabei sollen sie eine deutlich höhere Dividende erhalten. Doch die Erwartungen konnte der Konzern nicht erfüllen.

So ist das Nettoergebnis des neuen Konzerns im vergangenen Jahr um 1,7 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro gesunken. Als Grund wird der starke Euro angegeben. Dabei belastete vor allem die Abschwächung des US-Dollars, des australischen Dollars sowie des brasilianischen Real insbesondere im ersten Halbjahr. Deshalb sank nach Angaben von EssilorLuxottica auch der Umsatz um 1,2 Prozent auf 16,2 Milliarden Euro. Ein konstanter Wechselkurs hätte ein Umsatzplus von 3,2 Prozent bedeutet.

Trotzdem umgarnt der Konzern seine Aktionäre mit einer um 51 Cent auf 2,04 Euro angehobenen Dividende für das Geschäftsjahr 2018. Es ist die erste Dividendenzahlung des im vergangenen Oktober neu formierten Konzerns. Die Hauptversammlung findet am 16. Mai 2019 in Paris statt.

600 Millionen Euro Einsparungen

EssilorLuxottica präsentierte am Freitag erstmalig Ergebnisse für das letzte Geschäftsjahr, nachdem der Zusammenschluss der französischen Essilor mit der italienischen Luxottica vollzogen wurde. Zu den Marken zählen unter anderem Ray-Ban oder Luxusmarken wie Armani, Chanel oder Prada.

Für das neue Geschäftsjahr wird ein Umsatzzuwachs bei konstanten Wechselkursen von 3,5 bis 5,0 Prozent erwartet. Zudem soll die Fusion der beiden Brillenkonzerne erhebliche Einsparungen bringen. Die Rede ist von 420 bis 600 Millionen Euro jährlich innerhalb der kommenden fünf Jahre. Auch beim operativen Ergebnis sowie beim bereinigten Ertrag geht der Konzern, unter Annahme konstanter Wechselkurse, von einem Anstieg aus.

Aktie unter Druck

Trotzdem reagierten die Anleger enttäuscht. In Paris brach die Aktie um bis zu sechs Prozent ein. Dabei hat das Papier in den vergangenen sechs Monaten bereits über 14 Prozent an Wert eingebüßt. Aktionäre und Investoren hätten sich Händlern zufolge beim Ausblick mehr erhofft. Außerdem äußerten sie sich enttäuscht, dass die ursprünglich für das Frühjahr erwartete Investoren-Konferenz zur künftigen Strategie auf den 18. September verschoben wurde.

sts/lg