Internationale Expansion schreitet voran Rational macht weiter Dampf

Stand: 30.10.2017, 07:52 Uhr

Ausrüstung für Großküchen und kleinere Betriebe sind das Spezialgebiet des SDax-Unternehmens. Und das Geschäft brummt weiter, Rational profitiert derzeit vor allem von Zuwächsen in Übersee.

Die Selfcooking-Center und Dampfgarstationen des Unternehen aus Landsberg am Lech finden reißenden Absatz auf globaler Ebene. Rational ist mit einem geschätzten Weltmarktanteil von 50 Prozent unumschränkter Marktführer in Sachen Profigeräte für viele Essensportionen.

Wachstum in Amerika

Im dritten Quartal waren die Treiber des Wachstums vor allem Nord- und Lateinamerika, wo die Erlöse mit plus 25 Prozent, bzw. plus 27 Prozent überdurchschnittlich stiegen. Im Heimatmarkt Deutschland legten sie mit 16 Prozent etwas stärker zu als im Rest Europas (plus 15 Prozent). Eine schwache Region gibt es auf der Rational-Landkarte am ehesten noch in Großbritannien. Dort kam nach einer Stagnation infolge des Brexit aber im dritten Quartal das Geschäft aber ebenfalls wieder auf leichten Wachstumskurs.

Konzernweite steigerte das Unternehmen dank seiner "Self-Cooking-Center" für Großküchen oder "Vario- Cooking-Center" für kleinere Betriebe oder Tankstellen seinen Umsatz im dritten Quartal um 17 Prozent auf 178,1 Millionen Euro. Eine Phase schwächerer Zuwächse im zweiten Quartal scheint Rational damit schon wieder überwunden zu haben. Die kleinere Sparte "Firma", in der der Konzern für kleinere Abnehmer Gerätschaften produziert, wuchs zuletzt überprortional.

Ergebnis wächst schwächer als Umsatz

Auf der Ergebnisseite hält das Wachstum nur annähernd Schritt mit der Expansionsgeschwindigkeit des Unternehmens. Rational legte beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) in den ersten drei Quartalen um 14 Prozent auf 132,3 Millionen Euro zu.

Dank des erneuten Wachstumsschub kann Rational nun seine Jahres-Umsatzprognose präzisieren: 2017 wird ein Umsatzplus von 13 Prozent erwartet, zuvor hatte man eine Spanne von elf bis 13 Prozent Plus in Aussicht gestellt.

Aktie mit Luft nach unten?

Durch die hohen Investionen in die Expansion wird die Ebit-Marge im Gesamtjahr allerdings im unteren Bereich der Spanne von 26 bis 27 Prozent erwartet. Wohl wegen der Ergebnisaussichten könnten am Montag leichte Gewinnmitnahmen die Aktie belasten. Der Titel, der kurzem vom MDax in den SDax abgestiegen war, war in den vergangenen Monaten allerdings auch von Hoch zu Hoch geeilt.

AB