Fahnen mit Evonik-Schriftzug

Evonik-Titel unter Druck RAG schlägt mehr Evonik-Aktien los

Stand: 14.01.2020, 10:48 Uhr

Die RAG-Stiftung, Großaktionär des Chemiekonzerns Evonik, hat sich von mehr Aktien als geplant getrennt. In Zukunft könnte der RAG-Anteil sogar weiter schrumpfen.

Wie RAG mitteilte, seien 5,4 Prozent des gesamten Grundkapitals der ausgegebenen Evonik-Aktien veräußert worden. Die Kohle-Stiftung habe Evonik-Anteilsscheine im Volumen von 632,5 Millionen Euro an institutionelle Anleger verkauft. Nach dieser Transaktion halte die RAG-Stiftung noch eine Beteiligung von rund 58,9 Prozent an dem Essener Spezialchemiekonzern. Doch der Anteil könnte weiter schrumpfen, denn die Stiftung hat noch drei Anleihen ausstehen, die sie in Aktien des Chemiekonzerns zurückzahlen kann.

Der Platzierung vorausgegangen waren hohe Kursgewinne der Aktie des Chemiekonzerns. Vom Tief im Oktober 2019 bei 21,29 Euro hatte sich der Titel um rund ein Viertel erholt. Ein Händler sagte, die RAG Stiftung habe das deutlich höhere Kursniveau zum Verkauf genutzt.

Aktienkurs von Evonik belastet

Die Platzierung des Aktienpakets hat den Kurs von Evonik belastet. Der MDax-Titel verliert zur Stunde rund vier Prozent und notiert bei 25,50 Euro. Noch hält sich der Kurs aber über dem Preis von 25,30 Euro, zu dem die RAG-Stiftung ihre Anteilsscheine verkauft hatte.

Evonik bestätigt Ausblick

Stellvertretender Evonik-Vorstandsvorsitzender Christian Kullmann

Evonik Christian Kullmann. | Bildquelle: Evonik

Evonik selbst hat nach den Worten von Vorstandschef Christian Kullmann im vergangenen Jahr Kurs gehalten. "Auch für 2019 werden wir liefern, was wir versprochen haben", erklärte er auf Nachfrage der Nachrichtenagentur Reuters: "Wir bestätigen unseren Ausblick für das abgelaufene Geschäftsjahr und erwarten trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds ein stabiles Ebitda auf Vorjahresniveau."

ms/rtr/dpa-AFX