Eine Frau geht an einem Hennes & Mauritz-Schriftzug vorbei

Gewinn eingebrochen Rabatte machen H&M zu schaffen

Stand: 31.01.2019, 10:26 Uhr

Trotz beliebter Marken wie COS, Cheap Monday oder Weekday brach der Gewinn von H&M im vergangenen Geschäftsjahr ein. Der schwedische Moderiese kämpft mit der zunehmenden Konkurrenz und hinkt hinterher.

Während die Erlöse bis November 2018 um fünf Prozent auf 210,4 Milliarden Schwedische Kronen stiegen, ging der Nettogewinn zurück, auf 12,7 Milliarden Kronen. In den Monaten September bis November blieben unter dem Strich 3,5 Milliarden Kronen Gewinn übrig. Analysten hatten deutlich mehr erwartet.

H&M

H&M: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
19,11
Differenz relativ
+3,09%

Vor allem die Rabatte auf Lagerware schmälerten den Gewinn - wenn auch weniger stark als zuvor.

Mit 56,4 Milliarden Kronen lagen die Erlöse im vierten Geschäftsquartal rund zwölf Prozent über dem Niveau ein Jahr zuvor. Die Dividende soll wie geplant bei 9,75 Kronen je Aktie bleiben. Die Aktie reagierte auf die Zahlen mit einem Abschlag von mehr als zwei Prozent.

H&M richtet sich neu aus

Persson bezeichnete das letzte Jahr als herausfordernd. Nach einer schwierigen ersten Jahreshälfte sehe es jedoch so aus, dass der Umbau des Unternehmens Wirkung zeige. H&M stellt derzeit seine Logistiksysteme um und versucht durch den Ausbau des Onlinegeschäftes und einem neuen Store-Konzept, Kunden zurückzugewinnen.

Hennes & Mauritz-Chef Karl-Johan Persson. | Quelle: picture-alliance/dpa

Verhältnismäßig spät reagiert Hennes & Mauritz damit auf die Konkurrenz von Onlinehändlern und billigeren Anbietern wie Primark. "Unvermeidbar führte das zu höheren Kosten, aber es wird zu einer Reihe von Verbesserungen für die Kunden führen", sagte Persson. Zum Beispiel hat Hennes & Mauritz seine deutsche Onlineplattform im Januar ersetzt. Im laufenden Jahr möchte der Modekonzern außerdem 175 neue Läden eröffnen.

Vor allem mit der neuen App machte sich H&M zuletzt allerdings nicht sonderlich beliebt. Viele Fehler in der App brachten dem Modekonzern zahlreiche Beschwerden ein. Auch bei den Preisen habe es Probleme gegeben. Kunden berichteten unter anderem, dass Waren, die sie zuvor in den Warenkorb gelegt hatten, plötzlich deutlich teurer gewesen seien. H&M selbst sprach von "Anlaufproblemen" mit der App. Inzwischen sollen die Probleme behoben seien.

mgo

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