Qatar Airways A380
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Zu schwer, zu teuer Die Luft für den A380 wird immer dünner

Stand: 07.02.2019, 08:51 Uhr

Das Interesse am Vorzeige-Flieger aus dem Hause Airbus verfliegt immer mehr. Jetzt hat die australische Fluggesellschaft Qantas die Bestellung von acht A380-Passagiermaschinen zurückgezogen. Auch Qatar Airways hat was zu meckern.

Der Auftrag stammt aus dem Jahr 2006 und stand bereits seit längerer Zeit auf der Kippe. Qantas hat derzeit zwölf Maschinen des Typs A380 in Betrieb, des größten Passagierflugzeugs der Welt. Ein Sprecher sagte: "Diese Maschinen gehörten schon seit einiger Zeit nicht mehr zu den Plänen der Linie für Flotte und Streckennetz."


Jahresproduktion dramatisch zurückgefahren

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Für Airbus bedeutet die Absage einen weiteren Rückschlag. In den vergangenen Jahren hatte kaum noch eine Fluglinie den A380 geordert. Airbus drohten die Bestellungen auszugehen. Der Konzern fuhr die Jahresproduktion daher von zeitweise bis zu 30 Maschinen auf nur noch sechs Exemplare zurück.

Auch Emirates zweifelt

Insidern zufolge steht die Zukunft der A380 ein Jahr nach der Rettung wieder auf der Kippe. Die größte A380-Kundin, die arabische Fluggesellschaft Emirates, wolle ihre jüngste Bestellung über 20 Maschinen ganz oder teilweise auf den kleineren Langstreckenjet A350 umschreiben, hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg vergangene Woche unter Berufung auf eine mit der Sache vertraute Person berichtet. Airbus bestätigte zwar Gespräche mit Emirates über den A380-Auftrag, nannte aber keine Details.

Auch der Chef der Fluggesellschaft Qatar Airways, Akbar Al-Baker, würde dem A380 bei einem möglichen Produktionsende nicht hinterherweinen. Traurig über eine mögliche vorzeitige Einstellung wäre er nicht, sagte der Manager dem Luftfahrt-Portal "Aero.de". Die arabische Fluglinie hat selbst zehn Maschinen des Typs in ihrer Flotte.

Flügel sind zu schwer

Doch nach Al-Bakers Auffassung ist der Flieger zu schwer, weil seine Tragflächen für die nie gebaute Langversion ausgelegt sind. Dadurch verbrauche die Maschine mit ihren vier Triebwerken zu viel Treibstoff. "Die Flächenstruktur der A380 könnte weitere 100 Tonnen Gewicht tragen, es wäre besser gewesen, wenn sie die Flügel für das tatsächliche Gewicht des Flugzeugs maßgeschneidert und damit wesentlich leichter gebaut hätten", sagte Al-Baker. "Dann wäre es das perfekte Flugzeug gewesen." Der Flieger sei möglicherweise zur falschen Zeit auf den Markt gekommen, bevor die Ölpreise stark anstiegen.

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Jahrzehntelang war die amerikanische Boeing 747 die Königin der Lüfte. Nachdem ein gemeinsames Großflugzeug-Projekt von den Airbus-Gesellschaftern und Boeing nicht zustande kam, machten sich im April 1996 die Entwickler von Airbus daran, selbst ein Großflugzeug zu entwickeln. Ab Dezember 2000 gab es dann das offizielle "Go-Ahead" zum Bau der ersten Flugzeuge.