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Gegenklage hoch 2 Qualcomm und Apple fetzen sich noch mehr

Stand: 01.12.2017, 07:27 Uhr

Die juristische Auseinandersetzung zwischen dem Chipkonzern Qualcomm und Apple gehen in eine neue Runde. Nun kontert Qualcomm eine Gegenklage von Apple mit einer eigenen Gegenklage, die die bisherigen Vorwürfe noch erweitert.

Das Unternehmen aus San Diego reichte vor einem kalifornischen Gericht am Donnerstag drei neue Patentklagen gegen den iPhone-Hersteller ein. Qualcomm wirft Apple darin vor, 16 weitere seiner Patente in iPhones zu nutzen. Einen Kommentar von Apple dazu gab es nicht.

Erst einen Tag zuvor hatte Apple eine erste Klage von Qualcomm aus dem Juli gekontert. Apple zählte nun acht eigene Patente zu Technologien für längere Batterielaufzeiten auf, die Qualcomm mit Smartphone-Chips der Marke Snapdragon verletzte. Diese Prozessoren arbeiten vielen Smartphones, die mit dem Betriebssystem Android ausgestattet sind. Dazu gehören neben den Google-Handys viele Modelle des weltweiten Marktführers Samsung. Zugleich bestreitet Apple, dass die von Qualcomm angeführten Schutzrechte gültig seien.

Anwälte können sich freuen

Qualcomm beharkt sich seit Januar juristisch mit Apple. Zunächst klagte Apple mit dem Vorwurf, der Halbleiter-Spezialist verlange zu viel für Patentlizenzen. Apple fordert eine Milliarde Dollar, die Qualcomm zunächst zugesagt habe, dann aber zurückgehalten habe. Qualcomm antwortete mit einer Gegenklage und warf Apple unter anderem vor, Tatsachen zu verfälschen und Regulierer in den USA und Asien zu Attacken angestachelt zu haben. Im Juli ging Qualcomm mit einer Patentklage gegen Apple an die Öffentlichkeit und forderte einen Verkaufsstopp für einige iPhone- und iPad-Modelle. Apple hat zurückgewiesen, gegen von Qualcomm angeführten sechs Schutzrechte zu verstoßen, um Batterielaufzeiten zu verbessern.

An der Börse reagierten die Anleger von Apple gelassen. Die Papiere gewannen am Donnerstag an der Nasdaq 1,4 Prozent, während die Anteilsschein von Qualcomm sogar leicht im Minus notierten.

ME