Puma Hauptsitz in Herzogenaurach
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Prognose angehoben Puma springt noch höher

Stand: 31.07.2019, 08:25 Uhr

Der drittgrößte Sportartikelhersteller der Welt hängt Adidas und Nike ab – beim Wachstum. Im zweiten Quartal steigerten die Herzogenauracher erneut Umsatz und Gewinn zweistellig. Weil's so gut läuft, hebt Puma die Prognose an.

Nachdem die ersten drei Monate schon das beste erste Quartal in der Firmengeschichte waren, setzte Puma im zweiten Quartal noch eins drauf: Der Umsatz wuchs noch stärker - um knapp 17 Prozent auf 1,23 Milliarden Euro. Im ersten Quartal hatte das Plus bei 15 Prozent gelegen. "Wir haben noch Luft nach oben", sagte damals Puma-Chef Björn Gulden.

Puma-Schriftzug auf einem Schuh Audio

B5 Börse 11.14 Uhr: Rekordzahlen von Puma

Noch stärker waren die Zuwächse beim Gewinn. Das operative Ergebnis schnellte um stolze 39 Prozent auf 80,3 Millionen Euro. Analysten hatten lediglich 73,4 Millionen Euro erwartet. Das Konzernergebnis verbesserte sich ebenfalls deutlich von 31 auf 49,7 Millionen Euro.

ManCity-Trikots verkaufen sich glänzend

Besonders das stärkere Engagement im Fußball-Geschäft zahlte sich aus. So verlief die Markteinführung der Trikots des neuen Partners Manchester City erfolgreich, teilte Puma mit. Die ersten Verkaufszahlen seien besser ausgefallen als erwartet, erklärte Puma-Boss Gulden. Puma hatte den amtierenden Meister der englischen Fußball-Premier-League kürzlich unter Vertrag genommen. Es ist der größte Ausrüstervertrag in der Puma-Geschichte.

Neben Manchester City laufen die Spitzenteams von Borussia Dortmund, AC Mailand, Olympique Marseille und neuerdings auch der FC Valencia in Trikots und Hosen mit dem Raubkatzen-Logo auf. Im Sommer verkündete Puma zudem eine Partnerschaft mit den spanischen Profiligen. "Unser Ziel ist es, eine der besten drei Mannschaften in jedem Land und oder die Nationalmannschaft auszurüsten", lautet die Devise von Pumas Konzernlenker Gulden.

Noch zuversichtlicher für das Gesamtjahr

Dank der starken Entwicklung im zweiten Quartal schraubt der Sportartikelausrüster die Erwartungen für das laufende Jahr nach oben. Statt zehn Prozent soll der Umsatz nun währungsbereinigt um etwa 13 Prozent zulegen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) soll auf 410 bis 430 Millionen Euro klettern. Bisher hatte Puma die Spanne um 15 Millionen Euro niedriger angesetzt.

Die guten Zahlen und die Anhebung der Prognose treiben die Puma-Aktien auf ein neues Rekordhoch. Seit Jahresbeginn haben die MDax-Titel gut 40 Prozent gewonnen.

nb