Borussia Dortmund-Spieler Mario Götze beim Spiel gegen den FC Freiburg

250-Millionen-Euro-Vertrag BVB einigt sich auf Mega-Deal mit Puma

Stand: 21.11.2019, 09:30 Uhr

Warmer Geldregen für Borussia Dortmund: Der Fußball-Bundesligist kassiert künftig rund 31 Millionen Euro jährlich für den Vertrag mit Ausrüster Puma, der bis 2028 verlängert wurde. Das ist drei Mal mehr als bisher.

Es ist wohl "echte Liebe", die den BVB mit Puma verbindet. Seit 2012 sind der Revierklub und der Sportartikelausrüster unzertrennlich. Nun haben sich die beiden vorzeitig auf eine weitere Zusammenarbeit bis zum Jahr 2028 geeinigt. Der bisherige Ausrüster-Vertrag lief bis 2022.

Einnahmen verdreifachen sich

Die Partnerschaft mit dem BVB lässt sich Puma einiges kosten. Der Sportartikler zahlt angeblich für den Deal rund 250 Millionen Euro, berichten die "Bild"-Zeitung und der "Kicker". Das wären pro Saison rund 31 Millionen Euro. Bisher bekam der BVB 8,5 Millionen Euro von Puma. Die Einigung soll am Sonntag auf der Mitgliederversammlung offiziell verkündet werden.

Der BVB und Puma bestätigten am Morgen den Deal. "Borussia Dortmund ist einer unserer wichtigsten Partner", sagte Puma-Chef Bjørn Gulden. "Wir lieben die Fans dieses Vereins und die Stimmung, die sie im Signal Iduna Park erzeugen." BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke schwärmte gar von der "Partnerschaft, die weit über eine normale Geschäftsbeziehung hinaus geht". Watzke: "Puma ist seit langer Zeit nicht bloß Ausrüster und Sponsor des BVB, sondern auch ein Schwergewicht in der Aktionärsstruktur unseres Klubs. Puma hält fünf Prozent der Aktien des Klubs.

BVB-Aktien im Aufwind

Der Mega-Deal mit Puma beflügelt die Aktien des BVB. Sie steigen um 0,7 Prozent in einem schwachen Marktumfeld und gehören zu den Top-Gewinnern im SDax. Dagegen fallen die Titel von Puma um fast ein Prozent.

Während wirtschaftlich Borussia Dortmund auf der Erfolgswelle schwimmt, läuft's sportlich bisher nicht rund für das Favre-Team. In der Bundesliga ist der Klub nach der 0:4-Pleite beim Rekordmeister FC Bayern München auf Platz sechs abgerutscht - mit sechs Punkten Rückstand auf Tabellenführer Borussia Mönchengladbach. Die Titelträume haben die Dortmunder aber noch längst nicht aufgegeben. "Mir ist nicht bekannt, dass sich bei uns jemand davon verabschiedet hat, den Versuch zu unternehmen, die Schale wieder nach Dortmund zu holen. Ich tue es jedenfalls nicht", sagte Präsident Reinhard Rauball im "Kicker".

nb