Puma-Logo an einem Reißverschluss
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Split im Verhältnis 1:10 Puma macht seine Aktien billiger

Stand: 18.04.2019, 15:40 Uhr

Heute notieren die Aktien von Puma bei 540 Euro, nach Ostern werden sie vermutlich nur noch bei 54 Euro liegen. Wie das? Der Sportartikelhersteller hat auf der Hauptversammlung einen Aktiensplit durchgesetzt.

Die Puma-Aktionäre stimmten am Donnerstag einem entsprechenden Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat zu. Sie beschlossen einen Aktiensplit im Verhältnis eins zu zehn. Das heißt: Für jeden Anteilsschein bekommen die Aktionäre des Sportartiklers zehn Stück ins Depot gebucht. Der Kurs dürfte dementsprechend auf etwa ein Zehntel zurückgehen.

Aktien sollen für Anleger attraktiver werden

Durch die entsprechende Satzungsänderung erhofft sich das Unternehmen eine bessere Handelbarkeit des Papiers. Dadurch könnten neue Anleger angelockt werden. Die Puma-Aktie ist mit aktuell 540 Euro das mit Abstand "teuerste" Papier im MDax.

Die Marke mit der Raubkatze war zuletzt stärker gewachsen als der Herzogenauracher Lokalrivale Adidas aus dem Dax. Legte dieser 2018 währungsbereinigt um acht Prozent zu, kam Puma auf 18 Prozent. In diesem Jahr soll der Umsatz währungsbereinigt um weitere zehn Prozent zulegen. Das operative Ergebnis (Ebit) soll auf 395 bis 415 Millionen Euro klettern. Vor allem China und Indien seien die Wachstumstreiber, sagte Vorstandschef Bjørn Gulden am Donnerstag bei der Hauptversammlung des Unternehmens.

Rückbesinnung auf das Kerngeschäft

Puma-Chef Gulden hat das Unternehmen wieder mehr auf das Kerngeschäft Sport ausgerichtet. Nach dem Teilausstieg des Luxuskonzerns Kering vor gut einem Jahr ist Puma in den MDax zurückgekehrt. Kering ist nur noch mit 16 Prozent an Puma beteiligt.

Die Puma-Aktionäre erhalten für das vergangene Geschäftsjahr eine Dividende von 3,50 Euro je Aktie. Im Jahr zuvor hatte Puma wegen einer besonders guten Geschäftsentwicklung 12,50 Euro je Aktie ausgeschüttet. Die Ausschüttungsquote liegt bei 27,9 Prozent.

nb