Puma Hauptsitz in Herzogenaurach
Audio

Puma schraubt Ziele nach oben Die Katze springt noch höher

Stand: 25.10.2018, 14:08 Uhr

Bei der Fußball-WM war für Puma sportlich nichts zu holen. Wirtschaftlich dagegen hat der Sportartikelhersteller einen tollen Lauf. Nach einem starken dritten Quartal wurde die Jahresprognose erneut angehoben.

Puma setzt zum großen Sprung an. 2018 werde der Umsatz währungsbereinigt um 14 bis 16 Prozent zulegen, verkündete das Unternehmen aus Herzogenaurach am Donnerstag. Bisher war ein Plus von 12 bis 14 Prozent angepeilt. Es ist bereits die dritte Anhebung der Umsatzprognose in diesem Jahr.

Auch beim Ergebnis setzen die Franken einen drauf: Auf 325 bis 335 Millionen Euro soll das Ebit steigen. Das wäre ein Zuwachs von bis zu 37 Prozent. Zuletzt hatte Puma ein operatives Ergebnis von 310 bis 330 Millionen Euro in Aussicht gestellt.

Gewinn- und Umsatzsprung in den ersten neun Monaten

Puma: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
544,50
Differenz relativ
-0,37%

Schon jetzt ist der viertgrößte Sportartikelhersteller knapp an der 300-Millionen-Marke. In den ersten neun Monaten erhöhte sich das Ebit um 40 Prozent auf 299,8 Millionen Euro. Der Umsatz legte um knapp 17 Prozent auf 3,42 Milliarden Euro zu.

Im dritten Quartal wuchsen die Erlöse um knapp elf Prozent. Operativ verdiente die Marke mit der Raubkatze über 28 Prozent mehr.

Vor allem in Amerika und Asien brummt das Geschäft. "Wir sehen keine Anzeichen, dass die Nachfrage in China nachlässt", sagte Puma-Chef Björn Gulden.

Sportkleidung läuft besser als Schuhe

Besonders gefragt war Sportkleidung. Schuhe dagegen liefen nicht so gut - auch wegen des heißen Sommers. Der Sneakers-Boom flache etwas ab, sagte Gulden.

Neue Impulse erhofft sich Puma von der Rückkehr in den Basketball-Sport in den USA nach rund 20 Jahren. Ende September kam die erste neue Basketball-Linie auf den Markt. "Der Abverkauf unseres ersten Schuhmodells war sehr positiv", sagte Gulden. Zielgruppe sind nicht nur die Stars der Basketball-Profiliga NBA. Die Schuhe aus den 80er und 90er Jahren könnten bald als "Klassik"-Modelle wieder auf den Markt kommen, sagte Gulden. Puma hat den Rapper Jay-Z zum "Kreativdirektor" für Basketball ernannt.

Hoch, höher, weiter

Die Quartalszahlen und die erneute Prognose-Anhebung geben den Puma-Aktien kräftig Schub. Sie springen um rund sieben Prozent nach oben und zählen zu den größten MDax-Gewinnern. Seit Jahresbeginn sind die Titel des Sportartiklers um 21 Prozent nach oben geklettert und nähern sich dem charttechnischen Widerstand bei um 440 Euro. Analystin Chiara Battistini von JPMorgan sieht gar ein Kurspotenzial von bis 550 Euro.

nb

1/15

Die acht größten Sportartikel-Hersteller Von Nike bis Columbia Sport

Columbia Wintersportausrüstung

Platz 8: Columbia Sport
Den letzten Platz in der Top-8-Liste belegt Columbia Sport. Die US-Firma kommt lediglich auf einen Jahresumsatz von zwei Milliarden Euro. Columbia Sport holt aber kräftig auf. Zuletzt wuchs das Unternehmen um 20 Prozent. Bekannt ist die marke vor allem für Outdoor-Kleidung und Skimode.