Procter & Gamble-Zentrale in Cincinnati, Ohio

Prognose angehoben Procter & Gamble: Gute Aussichten dank Corona

Stand: 20.10.2020, 15:16 Uhr

Auch im dritten Quartal hat der Konsumgüterriese eine kleine Sonderkonjunktur in Pandemie-Zeiten erlebt. Und die anhaltend hohe Nachfrage nach vielen Produkten erlaubt auch einen positiven Blick in die Zukunft.

Im laufenden Gesamtgeschäftsjahr geht noch mehr: Procter & Gamble erhöhte heute seine Prognose und geht nun von einem Wachstum aus eigener Kraft um vier bis fünf Prozent aus. Zuvor hatte der Konzern nur Zuwächse zwischen zwei und vier Prozent für möglich gehalten. Auch das bereinigte Ergebnis je Aktie soll zulegen, nämlich fünf bis acht Prozent, bislang war das Management von einem Ergebnisplus zwischen drei und sieben Prozent ausgegangen.

Braun, Pampers, Ariel

Die Produkte des Konsumgüterherstellers sind in Zeiten der Corona-Pandemie weiter stark gefragt. Favoriten der Kunden waren weiter Wasch- und Reinigungsmittel sowie Hygieneprodukte.

Im abgelaufenen Quartal hat Procter & Gamble seine Umsätze um neun Prozent auf 19,3 Milliarden Dollar gesteigert. Das Unternehmen mit den Marken wie Braun, Pampers oder Ariel kann sich weiter auf einen Kundenansturm freuen.

Die Erlössteigerung hat auch die Experten überrascht. Von der Nachrichtenagentur Bloomberg befragte Analysten hatten mit einem Umsatz von rund 18,4 Milliarden Dollar gerechnet.

"Saubere" Milliardengewinne

Unter dem Strich verdiente Procter & Gamble mit knapp 4,3 Milliarden Dollar 19 Prozent mehr. Dabei profitierte der Konzern von Einsparungen, niedrigeren Rohstoffkosten sowie Preissteigerungen. Je Aktie verdiente das Unternehmen 1,37 Dollar, was allerdings leicht unter den durchschnittlichen Prognosen lag.

Obwohl Procter & Gamble ein klassischer Vertreter der "Old economy" ist, hat sich die Aktie seit Jahresbeginn fast wie die eines High-Tech-Unternehmens entwickelt. Nach einem Tief bei knapp 100 Dollar hat sich der Titel das Dow-Jones-Mitglieds in den vergangenen Monaten immer weiter nach oben bewegt: Inzwischen kostet die Aktie rund 140 Dollar.

AB