StreetScooter

Neue Vereinbarung Post bringt den Streetscooter nach China

Stand: 06.09.2019, 08:41 Uhr

Die Deutsche-Post-Tochter Streetscooter will mit einem Elektro-Kleinlaster in den chinesischen Markt einsteigen. Hilfreich ist dabei die China-Reise von Kanzlerin Angela Merkel.

Man habe mit dem chinesischen Automobilhersteller Chery Holding eine Absichtserklärung zur Produktion sowie Entwicklung eines angepassten elektrischen Nutzfahrzeugs für die letzte Meile im Verteilerverkehr unterzeichnet, teilte Streetscooter mit. Perspektivisch geht Streetscooter von einer Gesamtinvestition von bis zu 500 Millionen Euro aus. Die Serienproduktion sei für 2021 geplant mit einer Produktionskapazität von 100.000 Elektro-Fahrzeugen jährlich.

Streetscooter war im 2010 im Umfeld der RWTH Aachen aus der Idee gegründet, Elektromobilität bereits ab kleinen Stückzahlen wirtschaftlich attraktiv zu gestalten. Zu den Gründern gehörte auch der Aachener Universitätsprofessor und Unternehmer Günther Schuh, der heute Chef des Elektroautoherstellers e.Go Mobile ist. Das Unternehmen ist mit dem Elektro-Kleinwagen e.Go Life am Markt vertreten.

Die Post ist der beste Kunde

Die Post übernahm den Hersteller 2014 und entwickelte die Fahrzeuge für ihre Zustellflotte. Seitdem wird der Streetscooter auch an Handwerker oder Kommunen verkauft. Die Post ist damit zu einem führenden Hersteller von Elektrotransportern aufgestiegen.

Für das Unternehmen selbst sind derzeit über 10.000 Streetscooter im Einsatz. Post-Chef Frank Appel konnte bei der Tochter auf einen Vorteil setzen: Der Logistik-Riese hat einen großen Fuhrpark und kann die Fahrzeuge selbst testen und übernehmen. Zudem können ihr die Elektro-Transporter angesichts der Debatte um Fahrverbote handfeste Wettbewerbsvorteile bei der Zustellung in den Innenstädten verschaffen.

In Zukunft sollen auch Streetscooter mit Wasserstoffantrieb produziert werden. Insgesamt sind bisher über 12.000 Fahrzeuge im Einsatz.

ME