Porträt

Philipp-Reis-Investment-Club (PRIC) "Mit einer Wella-Aktie fing alles an"

Stand: 30.03.2016, 16:45 Uhr

"Wir sind beweglicher als Fonds"

Der PRIC ist inzwischen auf 42 Mitglieder angewachsen. Viel Wachstumspotenzial bietet sich da nicht mehr, denn die Aufsichtsbehörde BaFin zieht bei 50 Mitgliedern eine Grenze: Bis dahin ist es Privatvergnügen, danach gewerblich. Bei größerer Mitgliederzahl wird ein Aktien-Club als Finanzdienstleister eingestuft. Also wie ein Fonds.

Mitglieder des Philip Reis Investment Club und Logo

Philip Reis Investment Club. | Bildquelle: privat, Montage: boerse.ARD.de

Im Prinzip funktiert der Investmentclub auch wie ein Fonds, er ist nur viel, viel kleiner. Ein Vorteil, wie Tobeck erklärt. "Wir sind beweglicher als die großen Fonds, die große Volumina bewegen müssen." Ein Anteil am PRIC kostet 4,90 Euro. Es geht für den Einzelnen nicht um irrsinnige Anlagesummen, sondern um kleines Geld. Anfangs zahlten die Mitglieder jeden Monat 30 D-Mark ein. Das wurde inzwischen eingestellt, um den Club klein und so etwaige Verluste für den Einzelnen gering zu halten. Heute zahlen nur noch neue Mitglieder Geld ein, einmalig etwa 1.000 bis 2.000 Euro.

An Jugend hat der Club verloren. Projektwochen haben sich an der Philipp-Reis-Schule strukturell verändert, daher kommen nur noch wenig junge Leute nach in den PRIC. Immerhin: Unter den vier Neuzugängen der letzten Monate war auch ein Student. Die 10 bis 15 Mitglieder, die regelmäßig zu den monatlichen Club-Treffen kommen, sind überwiegend Senioren. "Die jungen Leute haben weniger Zeit", so Tobeck.