Justitia
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Porsche SE muss Schadenersatz zahlen

Stand: 24.10.2018, 11:57 Uhr

Das Landgericht Stuttgart hat die Porsche SE wegen fehlerhafter Kapitalmarktinformation im Zusammenhang mit dem „Dieselgate-Skandal“ zur Zahlung von rund 3,2 Millionen Euro verurteilt. Geklagt hatte ein britischer Pensionsfonds.

Die Holding habe gegen Publizitätspflichten verstoßen, teilte Richter Fabian Reuschle am Mittwoch mit. Der frühere VW-Vorstandsvorsitzende Martin Winterkorn habe seine Pflichten mindestens grob fahrlässig verletzt.

Die Kläger werfen Porsche SE vor, sie zu spät über den Dieselskandal und dessen finanzielle Folgen für VW informiert zu haben. Die Porsche SE weist - ebenso wie VW selbst - die Vorwürfe zurück. Die Entscheidungen sind noch nicht rechtskräftig. Porsche SE hält die Mehrheit der Anteile an Europas größtem Autobauer.