Porsche SE
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VW-Großaktionär Porsche SE atmet auf - vorerst

Stand: 31.07.2017, 13:24 Uhr

Getrieben von den guten Zahlen bei Volkswagen hat die Porsche SE als Hauptaktionärin ihren Gewinn im ersten Halbjahr 2017 fast verdoppelt. Ob das auch so weitergeht?

Der Überschuss stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 94 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro. Für das laufende Jahr rechnet das Unternehmen weiterhin mit einem Gewinn zwischen 2,1 und 3,1 Milliarden Euro. Unsicherheiten gibt es aber im Zusammenhang mit der Abgas-Affäre.

Die 2007 entstandene Porsche SE hält 52,2 Prozent der VW-Stammaktien. Zum Autobauer Porsche AG gibt es keinen direkten Bezug - er ist eine VW-Tochter. Die Porsche SE und Volkswagen hingegen eng miteinander verwoben. VW-Vorstandschef Matthias Müller sitzt auch im Porsche-SE-Vorstand, VW-Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch ist Vorstandschef der Porsche SE.

Weitere Beteiligungen angestrebt

Neben der Beteiligung an VW strebt die Porsche SE weitere Beteiligungen an. Im Juni gab sie den Kauf der PTV Planung Transport Verkehr AG aus Karlsruhe bekannt. Der Spezialist für Verkehrsmanagement-Software soll für rund 300 Millionen Euro übernommen werden. Die Transaktion wird den Angaben zufolge aber erst im dritten Quartal abgewickelt.

Derweil vermeldet das "Handelsblatt", dass die von der Dieselaffäre gebeutelte VW-Tochter Audi die Kosten bis zum Jahr 2022 um zehn Milliarden Euro senken will. Zugleich sollen in den nächsten Jahren fünf neue Elektroautos auf den Markt gebracht werden. Ziel sei es, Audi auch mit Elektroautos bei einer Umsatzrendite von mindestens acht Prozent zu halten. Die Zusammenarbeit mit der Konzernschwester Porsche solle ausgebaut werden. Ein Audi-Sprecher lehnte einen Kommentar dazu ab.

Dieselgipfel am Mittwoch

ARD-Börsenstudio: Jan Plate
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Börse 15.00 Uhr Vor dem Auto-Diesel-Gipfel

An diesem Mittwoch treffen sich Bund, Länder und die Autobranche in Berlin zu einem sogenannten Dieselgipfel, um über Nachbesserungen bei der Abgasreinigung von Diesel-Autos zu sprechen. Die Industrie hat bisher nur Software-Updates angeboten. Erwartet wird jetzt, dass die Autobauer den betroffenen Kunden eine Entschädigung zahlen.

Noch lange nicht ausgestanden sind die schon seit Jahren laufenden Schadenersatzklagen im Volumen von 5,4 Milliarden Euro im Zusammenhang mit der gescheiterten Übernahme von VW durch Porsche vor acht Jahren. Die Porsche SE wies sämtliche Vorwürfe zurück.

lg

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Porsche SE ist nicht Porsche AG Porsche nicht gleich Porsche

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