Playboy

Mehr als nur Hefte "Playboy" will zurück an die Börse

Stand: 01.10.2020, 15:26 Uhr

Nach neun Jahren Abstinenz von der Wall Street wird das Männermagazin "Playboy" 2021 an die Börse zurückkehren. Zum Konzern gehört nicht nur das Magazin. "Playboy" vermarktet sich als "Lifestyle Brand" mit einer großen Produktpalette.

Das 1953 von der 2017 verstorbenen Verlegerlegende Hugh Hefner gegründete und vor allem durch das gleichnamige Männermagazin bekannte Unternehmen soll unter dem Tickerkürzel "PLBY" an die New Yorker Nasdaq gebracht werden, teilten die Eigentümer mit.

Geschehen soll dies durch den Zusammenschluss mit einer bereits börsennotierten Zweckgesellschaft, namens Mountain Crest, die nach der Fusion umbenannt wird. Mountain Crest Acquisition zahlt für das Medienunternehmen 381 Millionen Dollar und übernimmt Schulden in Höhe von 142 Millionen Dollar. "

Die erste "Playboy"-Ausgabe war im Dezember 1953 mit Hollywood-Legende Marilyn Monroe auf der Titelseite auf den Markt gekommen. Mit der Abbildung nackter Frauen brach das Männermagazin in den Vereinigten Staaten ein Tabu, und wurde zu einer großen Erfolgsgeschichte. In den 1970er Jahren verkaufte der "Playboy" zeitweise sieben Millionen Exemplare pro Ausgabe.

In den USA nur noch digital

Hefner hatte sein "Bunny"-Imperium 2011 schließlich gemeinsam mit einer Beteiligungsgesellschaft von der Börse genommen. Spekulationen über einen Verkauf hatte es bereits 2016 gegeben, bevor der Unternehmensgründer im Alter von 91 Jahren verstarb.

"Playboy" prägte mit Großaufnahmen nackter Frauen, sogenannter Playmates über Jahrzehnte das Erotikgeschäft. Doch angesichts der starken Konkurrenz im Internet strebte das Magazin einen Imagewechsel an. Im März teilten die Macher mit, dass die US-Ausgabe des Magazins nur noch digital erscheint. In Deutschland gibt es den "Playboy" aber weiterhin in gedruckter Form.

Hugh Hefner und seine Freundin Crystal Harris

Der verstorbene Hugh Hefner mit seiner damaligen Ehefrau Crystal Harris. | Quelle: picture-alliance/dpa

Playboy: Mehr als nur Hefte

Zum Konzern gehört mehr als nur das Magazin. "Playboy" vermarktet sich inzwischen als "Lifestyle Brand" mit einer großen Produktpalette, die von Reizwäsche über Videospiele bis hin zu Kosmetika reicht.

Nicht mehr zum Konzern gehört indes das legendäre Playboy Mansion. Das riesige Anwesen in dem Nobelviertel Holmby Hills von Los Angeles, das bekannt für Hefners ausgelassene Partys und ein Tummelplatz prominenter Gäste war, wechselte bereits Mitte 2016 den Besitzer, laut US-Medien für rund 100 Millionen Dollar.

ts