Philips-.Schriftzug vor der Unternehmenszentrale in Hamburg

Philips kassiert Prognose

Stand: 10.10.2019, 13:18 Uhr

Der Handelsstreit zwischen den USA und China setzt dem Medizintechnik-Konzern Philips stärker zu als gedacht. Das niederländische Unternehmen korrigierte am Donnerstag seine Renditeziele für das laufende Jahr nach unten. Die Verlagerung von Produktion aus den USA nach China und umgekehrt, mit der Philips den Strafzöllen ausweichen will, sei schwieriger und langwieriger als erwartet, räumte Vorstandschef Frans van Houten ein. "Die Auswirkungen sind größer, die Gegenmaßnahmen haben sich verzögert." Davon betroffen ist die Sparte Connected Care, die Geräte und Software zur Fern-Überwachung chronisch Kranker herstellt. Damit erwirtschaftet Philips drei Milliarden Euro im Jahr, rund ein Siebtel des Konzernumsatzes.

Die operative Umsatzrendite (Ebita-Marge) werde sich daher in diesem Jahr nur um 0,1 bis 0,2 Prozentpunkte statt um einen ganzen Prozentpunkt verbessern, warnte Van Houten. Am Umsatzziel - ein vergleichbares Wachstum von vier bis sechs Prozent - hält der Manager aber fest.