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Aktie verliert Pfizer verfehlt Erwartungen

Stand: 28.01.2020, 16:07 Uhr

Eigentlich erwartet, aber doch nicht allzu schön, denken sich Anleger und verkaufen am Dienstag überwiegend Aktien des US-Pharma-Giganten. Pfizer hat 2019 weniger umgesetzt und im abgelaufenen Quartal erstmals seit zwei Jahren weniger verdient als Analysten erwartet hatten.

Auch wenn sich die Kursrückgänge bei der Aktie am Dienstagnachmittag in Grenzen halten: Die Aktie des Dow-Jones-Mitglieds hat in den vergangenen Monaten ihren langjährigen Aufwärtstrend verlassen, der sie vor gut einem Jahr noch auf rund 45 Dollar geführt hatte. Inzwischen kämpft der Titel an der New Yorker Börse mit der Marke von 40 Dollar. Der Dow-Jones-Index ist binnen eines Jahres um rund 15 Prozent enteilt.

Umsätze noch besser als erwartet

Pfizer hatte 2019 vor allem wegen der wachsenden Konkurrenz durch Nachahmermedikamente einen Umsatzrückgang erwartet. 2019 belief sich der Umsatz auf 51,75 Milliarden Dollar, was gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang von vier Prozent bedeutet. Analysten hatten im Schnitt einen noch etwas deutlicheren Rückgang erwartet.

Auch für das laufende Jahr müssen sich die Experten und Aktionäre aber auf eine weitere Schrumpfkur einstellen. Die Erlöse dürften sich demnach 2020 auf 48,5 bis 50,5 Milliarden Dollar (44 bis 45,8 Milliarden Euro) belaufen, wie das Unternehmen mitteilte.

Gewinnrückgang sorgt für Sorgenfalten

Noch schwerer dürfte aber wiegen, dass Pfizer beim Gewinn die Erwartungen im vierten Quartal verfehlt hat. Das Nettoergebnis je Aktie lag bei bereinigt 55 Cent, zu 63 Cent im Vorjahresquartal. Im Gesamtjahr 2020 soll der bereinigte Gewinn je Aktie auf 2,82 bis 2,92 Dollar sinken, von 2,95 Dollar im Vorjahr.

Pfizer zählt zu den weltweit größten Pharmakonzernen. Das Unternehmen konzentriert sich primär auf die Entwicklung und Produktion von verschreibungspflichtigen Medikamenten und bietet Arzneimittel in vielen Therapiegebieten an.

AB