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Pharma-Schwergewichte über Erwartungen Pfizer und Merck & Co. überraschend stark

Stand: 30.04.2019, 14:41 Uhr

Mit Pfizer sowie Merck & Co. haben zwei der wichtigsten amerikanischen Pharma-Unternehmen im ersten Quartal überraschend gut abgeschnitten. Beide Aktien legen an der Wall Street vorbörslich zu.

Das im Leitindex Dow Jones enthaltene Pfizer-Papier steigt knapp eine Stunden vor Handelsstart an der NYSE um ein Prozent und steht damit knapp bei 40 Dollar. Damit holt die Aktie die Verluste vom Montag wieder auf, als sie knapp ein Prozent verlor und bei 39,59 Dollar geschlossen hatte.

Das Papier von Merck & Co. (nicht zu verwechseln mit der Darmstädter Merck KGaA aus dem Dax, obwohl die Wurzeln in Deutschland liegen), ebenfalls einer der ganz großen Pharmariesen in den USA, tendiert vorbörslich ebenfalls besser und legt in der gleichen Größenordnung zu.

Pfizer überzeugt und liegt über den Erwartungen

Pfizer erhöhte im Quartal seinen Umsatz um zwei Prozent auf 13,1 Milliarden Dollar, währungsbereinigt hätte der Anstieg sogar bei fünf Prozent gelegen. Unter dem Strich verdiente das New Yorker Unternehmen mit fast 3,9 Milliarden Dollar neun Prozent mehr als im Vorjahr.

Auch Pfizers Geschichte ist übrigens eng mit Deutschland verbunden, denn die Gründung 1849 geht auf den Einwanderer Charles Pfizer (eigentlicher Name Karl Pfizer) aus Ludwigsburg zurück. Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag bei 0,85 Dollar und damit deutlich über den Erwartungen der Analysten von 0,76 Dollar und dem Vorjahreswert von 0,77 Dollar.

Für 2019 ist das Management etwas optimistischer als bisher - erwartet werden zwischen 2,83 und 2,93 Dollar Gewinn ja Aktie nach bisher im Schnitt 2,89 Dollar. Pfizer-Aktien sind an der NYSE in den vergangenen zwölf Monaten rund acht Prozent gestiegen. Sie bewegten sich dabei zwischen 34,76 und 46,23 Dollar. zu den Gewinntreibern zählte der Gerinnungshemmer Eliquis und das Krebsmittel Ibrance (gegen Brustkrebs).

Für das zweite Quartal sollen die Aktionäre eine Dividende von 0,36 Dollar je Aktie erhalten, die am 7. Juni ausgezahlt wird (Stichtag ist der 10. Mai 2019). Es ist übrigens die 322. Quartalsdividende in Folge.

Merck & Co. erhöht die Prognose

Merck & Co-Büros, davor Mauer mit Frimenlogo  in Rahway, New Jersey

Merck & Co-Büros in Rahway, New Jersey. | Bildquelle: picture alliance / dpa

Noch etwas besser als bei Pfizer lief es zum Jahresauftakt bei Merck & Co. aus New Jersey. Das Unternehmen erhöhte nach den Zahlen zum ersten Quartal seine Jahresprognose.

2019 soll der Umsatz nun von knapp 42,3 Milliarden Dollar im Vorjahr auf 43,9 bis 45,1 Milliarden Dollar klettern. Bisher hatte Merck einen Umsatz von 43,2 bis 44,7 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt.

Das bereinigte Ergebnis je Aktie legte von 1,05 auf 1,22 Dollar je Aktie zu. Damit übertraf der Pharmakonzern die Erwartungen der Analysten. Der Umsatz stieg um acht Prozent auf 10,8 Milliarden Dollar. Punkten konnte Merck & Co. vor allem mit dem neuen Krebsmedikament Keytruda, einem wichtigen Hoffnungsträger des Konzerns. Die Aktie von Merck & Co. ist in den vergangenen zwölf Monaten um 30 Prozent gestiegen.

Als dritter großer US-Pharmakonzern legte vorbörslich auch noch Eli Lilly Zahlen vor. Die Trennung von der Tiermedizinsparte hat dem Unternehmen einen hohen positiven Einmaleffekt gebracht. Im Tagesgeschäft lief es allerdings nicht ganz so gut. Die Aktie gibt vorbörslich nach.

rm