Pfizer Deutschlandzentrale am Potsdamer Platz in Berlin

Umsatz wächst kaum noch Pfizer braucht ein zweites Viagra-Wunder

Stand: 02.05.2018, 08:59 Uhr

Der US-Pharmariese hat von den Steuersenkungen der Trump-Regierung profitiert und im abgelaufenen Quartal deutlich mehr verdient. Doch beim Umsatz kam Pfizer kaum voran. Die Reaktion an der Börse ist gnadenlos.

Die Pfizer-Aktie sackte am Dienstag an der Wall Street um über drei Prozent ab und war größter Dow-Verlierer. Seit Jahresbeginn ist beim Pharmatitel etwas die Luft raus, nachdem Ende Januar noch ein 16-Jahres-Hoch von über 39 Dollar erreicht worden war.

Neue Mittel können Viagra nicht kompensieren

Nach dem Patentauslauf des wichtigen Blockbusters Viagra fehlt neuer Schub von anderen Medikamenten. Die größten Hoffnungsträger, das Krebsmittel Ibrance und das Arthritis-Präparat Xeljanz, wachsen nicht so stark wie erhofft. Der Umsatz von Ibrance stieg zwar im ersten Quartal um 37 Prozent auf 933 Millionen Euro. Analysten hatten aber mehr erwartet.

Insgesamt stiegen die Erlöse des weltgrößten Pharmaherstellers nur leicht um ein Prozent auf 12,9 Milliarden Dollar. Die Analysten-Prognosen lagen bei 13,1 Milliarden Dollar.

Profiteur der US-Steuerreform

Dank der US-Steuerreform konnte Pfizer den Gewinn deutlich erhöhen. Der Überschuss legte im ersten Quartal um 14 Prozent auf 3,6 Milliarden Dollar zu. Der Konzern profitierte stark von geringeren Abgaben an den Fiskus. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ging die effektive Steuerquote nach Angaben von Pfizer von 20,8 auf 13,5 Prozent zurück. Vorstandschef Ian Read sprach von "soliden" Ergebnissen.

nb

1/10

Das sind die Dogs of the Dow 2018 Dividendenperlen im Dow

<b>1. Verizon: 4,46 Prozent </b><br />Die Liste wird angeführt von einem alten Bekannten: dem Telekommunikationsriesen Verizon. Hier lag die Dividendenrendite per Schlusskurs vom 31. Dezember bei 4,5 Prozent.<br/><br/>Das Unternehmen, das bis Juli 2000 unter dem Namen Bell Atlantic firmierte, verfügt über eine lange Dividendenhistorie: Seit 1984 hat es seine Dividende Jahr für Jahr erhöht oder zumindest stabil gehalten.: Kursverlauf am Börsenplatz Nyse für den Zeitraum 1 Jahr

1. Verizon: 4,46 Prozent
Die Liste wird angeführt von einem alten Bekannten: dem Telekommunikationsriesen Verizon. Hier lag die Dividendenrendite per Schlusskurs vom 31. Dezember bei 4,5 Prozent.

Das Unternehmen, das bis Juli 2000 unter dem Namen Bell Atlantic firmierte, verfügt über eine lange Dividendenhistorie: Seit 1984 hat es seine Dividende Jahr für Jahr erhöht oder zumindest stabil gehalten.