Drei Pepsi-Dosen im Regal

Aber knabbern darf man schon... PepsiCo will stärker wachsen

Stand: 02.10.2018, 13:19 Uhr

Der Erfolg der Snack-Sparte Frito-Lay in den USA verschafft PepsiCo auch im dritten Quartal ein gutes Geschäft. Aber die Prognose ist insgesamt doch eher enttäuschend: Der Gewinnausblick wird leicht gesenkt, die Umsatzprognose dagegen angehoben.

Im dritten Quartal zogen die Umsätze im Konzern um 1,5 Prozent auf 16,5 Milliarden Dollar an. Organisch ergab sich ein Plus von 4,9 Prozent. Der Gewinn legte auch dank Steuereffekten um 16 Prozent auf knapp 2,5 Milliarden Dollar zu. Die Erwartungen der Analysten konnte Pepsi damit übertreffen.

Knabbersparte wieder erfolgreich

Für Zuversicht sorgt bei Pepsi vor allem die Snack-Sparte Frito-Lay, die mit ihren in den USA beliebten Kartoffel- und Tortilla-Chips und anderem Knabbergebäck für solide Zuwächse sorgt. Wie der Rivale Coca-Cola auch hat PepsiCo insgesamt aber mit dem Trend zu gesünderer Ernährung zu kämpfen und ist auf der Suche nach Getränke-Alternativen, die auch vom Konsumenten angenommen werden. Forciert wird der Wandel zudem von einer Zuckersteuer, die mittlerweile in vielen Ländern, darunter Großbritannien oder Frankreich und auch zum Teil in den USA erhoben wird.

Im August hatte PepsiCo deshalb den israelischen Wassersprudler Sodastream übernommen. PepsiCo will also künftig stärker auf das Geschäft mit „Home Beverages“ setzen. Und in diesem Jahr hatte das Unternehmen ein neues Getränk auf den Markt gebracht, dass ohne Zuckerzusätze in acht verschiedenen Geschmackssorten verfügbar ist.

Mehr Wachstum prognostiziert

In diesem Jahr traut sich der Limonaden- und Snackhersteller PepsiCo ein größeres Umsatzwachstum aus eigener Kraft zu. Gleichzeitig dürfte der starke US-Dollar den Gewinn aber stärker schmälern als gedacht, wie Pepsi mitteilte.

Organisch sollen die Erlöse im Gesamtjahr jetzt um mindestens drei Prozent zulegen. Bislang war der Konzern von einem Wachstum wie im Vorjahr von 2,3 Prozent ausgegangen. Zukäufe und Währungseffekte sind bei der Umsatzprognose ausgeklammert. Das bereinigte Ergebnis je Aktie soll indes leicht sinken.

Indra K. Nooyi, PepsiCo-CEO

PepsiCo-Chefin Indra Nooyi. | Bildquelle: Unternehmen

Aktie reagiert kaum

Coca-Cola: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
Kurs
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Differenz relativ
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Seit Jahresanfang sind die Titel um mehr als sieben Prozent gefallen, während der S&P 500 im gleichen Zeitraum um neun Prozent gestiegen ist. Die Aktien von Coca-Cola haben etwas mehr als ein halbes Prozent zugelegt. Vorbörslich sinken PepsiCo-Anteile leicht zurück.