Elon Musk raucht einen Joint

Nach Kiff-Auftritt Pentagon prüft Musks Sicherheitsstatus

Stand: 08.03.2019, 08:09 Uhr

Elon Musk, der Chef des Elektroautobauers Tesla und des Raumfahrtunternehmens SpaceX, muss um seinen Vertrauensstatus im US-Verteidigungsministerium bangen. Die Behörden des Landes überprüfen Musks Sicherheitsfreigabe, weil er öffentlich Marihuana geraucht hatte.

Einem Bericht der Agentur Bloomberg zufolge, die sich auf einen Regierungsvertreter beruft, prüft das US-Justizministerium, ob dem Unternehmer der "Secret-Level"-Status wegen illegalen Drogengebrauchs aberkannt werde.

"Das Verteidigungsministerium verfolgt seinen normalen Prozess, wenn es auf Informationen aufmerksam gemacht wird, die sich auf die Sicherheitsfreigabe einer Person auswirken können", sagte der Nachrichtendienst Bloomberg in einer Email. Tesla-Aktien drehten nach dem Bericht ins Minus.

Empörte Analysten und Aktionäre

Der Milliardär hatte im vergangenen September während eines Live-Interviews im Internet einen Joint geraucht. In Kalifornien, wo das Interview stattfand, ist Marihuana zwar erlaubt, doch war die Empörung über das Verhalten von Musk groß. Analysten und Investoren deuteten das Verhalten als Beweis dafür, dass sich der Unternehmer nicht ausreichend auf die Management- und Produktionsprobleme bei seiner E-Autofirma Tesla kümmere.

Manche spekulierten zudem, dass Musk gekifft habe, bevor er seinen folgenschweren Tweet Anfang August absetzte, in dem er bekanntgab, darüber nachzudenken, Tesla für 420 Dollar pro Anteilsschein von der Börse zu nehmen. Im Gespräch mit der New York Times bestritt Musk später, unmittelbar vor dem Tweet Marihuana geraucht zu haben.

Keine Auswirkungen auf das Tagesgeschäft

Tesla als Nutzlast der SpaceX Falcon Heavy

SpaceX Falcon Heavy. | Bildquelle: dpa/Zuma Wire

Die nun in Frage stehende Sicherheitsfreigabe ist für Musk im Zusammenhang mit dem Raketenunternehmen SpaceX wichtig, das für das Militär Satelliten ins All bringt. Das Unternehmen hat seit dem Marihuana-Vorfall von Musk SpaceX-Aufträge der Regierung erhalten, darunter einen für drei Starts am 19. Februar für 297 Millionen Dollar.

Für das Unternehmen SpaceX habe die Überprüfung jedoch keine Auswirkungen, da das Tagesgeschäft nicht von Musk geführt werde, sagte ein SpaceX-Vertreter gegenüber Bloomberg. Die täglichen Operationen von SpaceX werden von Gwynne Shotwell geleitet.

lg

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Am 28. Juni 1971 erblickt Elon Musk in Südafrika das Licht der Welt. Er wächst in wohlhabenden Verhältnissen auf. Sein Vater ist Ingenieur, seine Mutter hat eine Praxis als Ernährungsberaterin. Elon ist neugierig und frühreif. Manchmal verfällt der kleine Junge in eine Art Trance, dann hört er nicht mehr hin. Ärzte machen Tests mit ihm und beschließen, seine Polypen herauszunehmen. Das ändert nichts.