Procter & Gamble-Zentrale in Cincinnati, Ohio

Quartalszahlen vorgelegt P&G: Von wegen langweilig

Stand: 23.01.2019, 14:32 Uhr

Der Konsumgüterkonzern Procter & Gamble hat im vergangenen Jahr, begünstigt durch die US-Steuerreform, seine Gewinne kräftig gesteigert - trotz stagnierender Umsätze. Und das ist noch nicht alles.

Aufgrund des guten Laufs im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres (bis Ende Juni) erhöhte Procter & Gamble seine Umsatzprognose um einen Prozentpunkt. Wegen negativer Wechselkurseffekte geht der Konzern von einem Umsatzrückgang nun von einem Prozent bis zu einem Anstieg von einem Prozent aus.

Procter & Gamble-Zentrale in Cincinnati, Ohio

Procter & Gamble-Zentrale in Cincinnati, Ohio. | Bildquelle: picture-alliance/dpa

Organisch dürfte das Wachstum nun bei zwei bis vier (alt: zwei bis drei) Prozent liegen. Die Prognose für das Kernergebnis je Aktie wurde bestätigt. Das Unternehmen geht weiter von einem Gewinnplus von drei bis acht Prozent aus. Das bedeutet, dass mit einem Gewinn je Aktie von 4,22 Dollar gerechnet wird.

Starker Dollar bremst

Im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres hat der starke Dollar den Konsumgütergiganten ausgebremst. Der Umsatz stagnierte im zweiten Quartal bei 17,4 Milliarden Dollar. Organisch - das heißt bereinigt um Wechselkurseffekte sowie Zu-und Verkäufe - konnte der Konzern seine Erlöse jedoch um vier Prozent steigern, wie Procter & Gamble am Mittag in Cincinnati mitteilte.

Daraus hat P&G ein Vorsteuerergebnis von 3,9 Milliarden erwirtschaftet. Wegen der auf 17,9 Prozent gesunkenen Steuerquote weist das Unternehmen einen Quartalsüberschuss von 3,2 Milliarden Dollar aus, nach 2,5 Milliarden im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Schönheitsartikel gut im Rennen

Wie bereits in den Vorquartalen erwiesen sich vor allem Kosmetikartikel als die gewinnträchtigsten und umsatzstärksten Produkte. Während die Erlöse um vier Prozent auf 3,4 Milliarden Dollar kletterten, konnte das Vorsteuerergebnis der Sparte um 13 Prozent auf 964 Millionen Dollar zulegen. Putzmittel waren dagegen weniger gefragt. Hier sank der Umsatz um neun Prozent, das Vorsteuerergebnis ging gar um 16 Prozent zurück.

Die Anleger zeigten sich hoch erfreut über die Zahlen. Vor allem die leicht angehobene Umsatzprognose überzeugte. Im vorbörslichen New Yorker Handel legte die P&G-Aktie um bis zu vier Prozent zu. Allerdings war sie zuletzt etwas unter Druck geraten und hatte seit Mitte Dezember gut sieben Prozent eingebüßt.

lg

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