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Jahreszahlen vorgelegt Opel beschert PSA Rekordwerte

Stand: 26.02.2019, 08:16 Uhr

Der französische Autobauer PSA hat im vergangenen Jahr auch dank Opel Rekordwerte bei Umsatz und Ergebnis erzielt. Auch Opel selbst schreibt nach vielen verlustreichen Jahren wieder schwarze Zahlen.

So erreichte Opel im vergangenen Jahr ein operatives Ergebnis von 859 Millionen Euro bei einem Umsatz von 18,3 Milliarden Euro. Das entsprach einer Marge von 4,7 Prozent. Die frühere General-Motors-Tochter Opel hatte zuvor mit ihrer britischen Schwestermarke Vauxhall seit 1999 keinen Gewinn mehr für ein Gesamtjahr ausgewiesen.

Von August bis Dezember 2017 gab es noch einen Verlust von 179 Millionen Euro. PSA mit den Stamm-Marken Citroën und Peugeot führt Opel seit August 2017 in seinen Büchern. Opel habe mit seinem Sanierungsplan die Grundlage für eine nachhaltige Zukunft gelegt und wolle "weiteres Potenzial freisetzen", erklärte PSA-Konzernchef Carlos Tavares.

Neue Märkte für Opel

PSA-Chef Carlos Tavares

PSA-Chef Carlos Tavares. | Bildquelle: picture alliance / Arne Dedert/dpa

Der Umsatz der Gruppe stieg - auch dank Opel - um 18,9 Prozent auf 74 Milliarden Euro. Der Nettogewinn von PSA wuchs um 40,4 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro. Damit lag die Gewinnmarge lag bei 7,7 Prozent. Das Finanzergebnis "zeigt die Fähigkeit unserer Gruppe, ein profitables und wiederkehrendes Wachstum zu erzielen", erläuterte PSA-Chef Carlos Tavares.

Opel eröffnen sich unter PSA auch neue Marktchancen. So soll der Rüsselsheimer Autobauer nach Russland zurückkehren. PSA wolle außerhalb von Europa in den nächsten Jahren deutlich mehr Autos verkaufen, dazu werde Opel in Russland, Peugeot in Nordamerika und Citroën in Indien auftreten, teilte PSA mit.

Opel muss profitabler werden

Opel hatte sich 2015 - damals noch unter Führung des US-Konzerns General Motors - wegen einer Absatzkrise aus Russland zurückgezogen. PSA-Finanzvorstand Philippe de Rovira sagte, eine internationale Ausbreitung sei wichtig für die Zukunft von Opel. Ein neues Auslandsgeschäft müsse aber profitabel sein. Auch insgesamt müsse Opel profitabler werden, um zu den besten Spielern in der Autoindustrie zu gehören, sagte De Rovira.

Tavares zufolge soll das durchschnittliche Margenziel der Gruppe von 4,5 Prozent im Zeitraum 2019 bis 2021 künftig auch den weniger profitablen Geschäftsbereich Opel-Vauxhall umfassen, wodurch die Zielmarke effektiv angehoben würde.

lg